Orthopädische Untersuchung
Eine orthopädische Untersuchung ist die systematische Überprüfung von Knochen, Gelenken, Muskeln und Bändern deines Hundes durch den Tierarzt.
Inhalt
Eine orthopädische Untersuchung ist die systematische Überprüfung von Knochen, Gelenken, Muskeln und Bändern deines Hundes durch den Tierarzt.
Wann braucht mein Hund eine orthopädische Untersuchung?
Dein Tierarzt führt diese Untersuchung durch, wenn dein Hund lahmt, steif geht oder Schmerzen beim Bewegen zeigt. Häufige Anlässe sind Stürze, plötzliches Humpeln nach dem Spaziergang oder wenn dein Hund nicht mehr aufs Sofa springen mag.
Bei Welpen großer Rassen erfolgt sie oft vorbeugend – zur HD/ED-Untersuchung ab dem 12. Monat. Ältere Hunde bekommen sie meist wegen Arthrose-Verdacht.
Wie läuft die orthopädische Untersuchung ab?
Der Tierarzt beginnt mit gezielten Fragen: Seit wann lahmt dein Hund? Ist es morgens schlimmer? Welche Bewegungen vermeidet er?
Dann beobachtet er deinen Hund beim Laufen. Du führst ihn im Schritt und Trab vor – meist reichen 10-15 Meter. Der Tierarzt achtet darauf, welches Bein dein Hund entlastet und wie er sein Gewicht verlagert.
Beim Abtasten prüft er jeden Knochen und jedes Gelenk auf Schwellungen, Wärme oder Schmerzreaktionen. Das kann unangenehm sein, wenn dein Hund Schmerzen hat – die meisten tolerieren es aber gut.
Welche speziellen Tests gibt es?
Der Schubladentest prüft das Kniegelenk auf Kreuzbandrisse. Der Tierarzt bewegt Ober- und Unterschenkel gegeneinander – rutschen sie, ist das Kreuzband gerissen.
Bei der Patella-Untersuchung drückt er die Kniescheibe seitlich weg. Springt sie raus, liegt eine Patellaluxation vor – bei kleinen Rassen nicht selten.
Für die Hüften streckt und beugt er die Beine in verschiedene Richtungen. Knirscht es oder wehrt sich dein Hund, kann das auf Hüftdysplasie hindeuten.
Was kostet eine orthopädische Untersuchung?
Die Untersuchung dauert 15-30 Minuten und kostet zwischen 40-80 Euro. Kommen Röntgenaufnahmen dazu, steigt der Preis auf 150-250 Euro.
Bei Verdacht auf HD oder ED sind Narkose-Röntgen in spezieller Lagerung nötig – das kann 300-400 Euro kosten.
Ist die Untersuchung schmerzhaft für meinen Hund?
Tierärzte tasten vorsichtig ab und achten auf die Reaktionen deines Hundes. Schmerzhafte Stellen werden nur kurz berührt.
Manche Hunde knurren oder zucken bei empfindlichen Bereichen – das ist normal und hilft dem Tierarzt bei der Diagnose. Verletzungen entstehen durch die Untersuchung nicht.
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