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Organperfusion

Organperfusion ist die Durchblutung von Organen und Geweben – der lebenswichtige Prozess, der Herz, Gehirn, Nieren und andere Organe mit Sauerstoff versorgt.

2 Min Lesezeit
Inhalt
  1. Woran erkenne ich Durchblutungsprobleme bei meinem Hund?
  2. Was stört die Durchblutung bei Hunden?
  3. Welche Organe sind besonders gefährdet?
  4. Was kann ich als Notfallmassnahme tun?
  5. Wann wird es lebensbedrohlich?
  6. Können Durchblutungsprobleme vorgebeugt werden?

Organperfusion bezeichnet die Durchblutung von Organen und Geweben – der lebenswichtige Prozess, der Herz, Gehirn, Nieren und andere Organe mit Sauerstoff versorgt.

Für dich als Hundehalter wird Organperfusion dann relevant, wenn sie gestört ist. Ein Hund mit Durchblutungsproblemen zeigt meist deutliche Warnsignale, die du kennen solltest.

Woran erkenne ich Durchblutungsprobleme bei meinem Hund?

Schlechte Durchblutung zeigt sich am deutlichsten am Zahnfleisch. Drücke kurz mit dem Finger auf das Zahnfleisch deines Hundes – normalerweise wird die blasse Stelle innerhalb von 1–2 Sekunden wieder rosa. Dauert es länger als 2 Sekunden oder bleibt das Zahnfleisch blass, gilt das als Zeichen einer schlechten Durchblutung.

Weitere Alarmzeichen:

  • Kalte Pfoten oder Ohren, obwohl es warm ist
  • Herzfrequenz ausserhalb des Normbereichs: Das MSD Veterinary Manual nennt 70 bis 120 Schläge pro Minute bei kleinen und 60 bis 120 bei grossen Hunden; über 180 Schläge gelten als Tachykardie
  • Schwäche oder Taumeln ohne erkennbaren Grund
  • Hecheln ohne Anstrengung oder Hitze

Was stört die Durchblutung bei Hunden?

Durchblutungsprobleme entstehen, wenn das Herz zu schwach pumpt, zu wenig Blut vorhanden ist oder Gefässe blockiert sind.

Zu wenig Blut: Nach Unfällen, bei starkem Durchfall oder Erbrechen. Der Körper verfügt schlicht nicht mehr über genug Flüssigkeit, um alle Organe zu versorgen.

Schwaches Herz: Bei älteren Hunden oder nach Herzerkrankungen. Das Herz schafft es nicht mehr, genug Blut durch den Körper zu pumpen.

Verstopfte Gefässe: Seltener, aber möglich bei Blutgerinnseln oder sehr hohem Blutdruck.

Welche Organe sind besonders gefährdet?

Ein Hund mit schlechter Hirndurchblutung wirkt verwirrt oder schwankt beim Gehen. Unregelmässiger Herzschlag oder plötzliche Schwäche können auf Herzprobleme hinweisen.

Die Nieren sind unauffälliger, aber genauso kritisch. Sie benötigen konstante Durchblutung zum Entgiften.

Was kann ich als Notfallmassnahme tun?

Erkennst du Zeichen schlechter Durchblutung, bring deinen Hund ruhig und ohne ruckartige Bewegungen zur Praxis. Ist sein Bewusstsein nach einem Unfall verändert, transportierst du ihn mit dem Kopf auf Körperhöhe oder um 20 Grad erhöht und vermeidest Druck auf den Hals.

Wann wird es lebensbedrohlich?

Bei einem Schock versagt die Durchblutung. Blasse oder weisse Schleimhäute stehen für Blutarmut oder Schock, blaugraue für schweren Sauerstoffmangel oder Schock.

Das ist ein absoluter Notfall.

Können Durchblutungsprobleme vorgebeugt werden?

Direkt vorbeugen kannst du Durchblutungsstörungen nicht – sie entstehen meist durch Unfälle oder Krankheiten. Aus der Praxis: Regelmässige Tierarztchecks decken Herzprobleme früh auf, und ausreichend Bewegung hält das Herz-Kreislauf-System fit.

Bei älteren Hunden achte besonders auf erste Anzeichen von Herzschwäche: verminderte Belastbarkeit, nächtliches Hecheln oder häufigeres Ausruhen bei Spaziergängen.