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Nervenzelle

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Nervenzelle
Definition

Eine Nervenzelle ist eine spezialisierte Zelle, die elektrische und chemische Signale zwischen dem Gehirn, Rückenmark und den Körperorganen überträgt.

Inhalt
  1. Wie ist eine Nervenzelle beim Hund aufgebaut?
  2. Welche Nervenzell-Typen gibt es beim Hund?
  3. Was passiert bei Nervenzell-Erkrankungen?
  4. Wie erkenne ich Nervenschäden bei meinem Hund?

Eine Nervenzelle ist eine spezialisierte Zelle, die elektrische und chemische Signale zwischen Gehirn, Rückenmark und Körperorganen überträgt.

Bei Hunden bestimmen Nervenzellen jeden Aspekt des Lebens: vom Schwanzwedeln über das Erkennen des Futtergeräuschs bis zur Schmerzwahrnehmung beim Tierarzt. Ohne funktionierende Nervenzellen kann ein Hund nicht laufen, riechen oder auf seinen Namen reagieren.

Wie ist eine Nervenzelle beim Hund aufgebaut?

Jede Nervenzelle besteht aus vier Hauptteilen, die gemeinsam Signale aufnehmen, weiterleiten und übertragen.

Der Zellkörper enthält den Kern und alle Organellen. Hier werden die Proteine hergestellt, die das Neuron am Leben erhalten. Dendriten sind verzweigte Fortsätze, die Signale von anderen Nervenzellen empfangen – vergleichbar mit Antennen eines Radios.

Das Axon ist der lange Fortsatz, der Signale weiterleitet. Bei grossen Hunden können Axone bis zu einem Meter lang sein – von der Wirbelsäule bis zur Pfote. Die Myelinscheide umhüllt viele Axone wie eine Isolierung und beschleunigt die Signalübertragung um das 50-fache.

Am Ende stehen die Synapsen – Verbindungsstellen zu anderen Zellen. Hier werden elektrische Signale in chemische Botenstoffe umgewandelt.

Welche Nervenzell-Typen gibt es beim Hund?

Drei Typen arbeiten im Nervensystem zusammen, jeder mit einer klar abgegrenzten Aufgabe.

Sensorische Neuronen leiten Informationen von den Sinnesorganen zum Gehirn. Wenn dein Hund an einem Leckerli schnuppert, senden olfaktorische Neuronen die Geruchsinformation zur Verarbeitung. Motorische Neuronen übertragen Befehle vom Gehirn zu den Muskeln. Der Befehl „Sitz“ wird über motorische Neuronen zu den Hüftmuskeln geleitet.

Interneuronen verbinden sensorische und motorische Neuronen im Gehirn und Rückenmark. Sie verarbeiten eingehende Signale und schalten die passende Antwort weiter.

Was passiert bei Nervenzell-Erkrankungen?

Nervenschäden zeigen sich oft durch veränderte Bewegung oder Wahrnehmung.

Epilepsie entsteht durch abnormale elektrische Entladungen zwischen Nervenzellen. Plötzliche, unkontrollierte Krämpfe sind die Folge – der Hund kann das Bewusstsein verlieren oder nur mit den Gesichtsmuskeln zucken.

Bei der degenerativen Myelopathie sterben Nervenzellen im Rückenmark ab. Betroffene Hunde zeigen erst Schwäche in den Hinterbeinen, später komplette Lähmung. Die Erkrankung trifft vor allem Deutsche Schäferhunde und andere grosse Rassen.

Vergiftungen durch Schneckenkorn oder Rattengift schädigen Nervenzellen direkt. Die Folge: Krämpfe, Lähmungen oder Bewusstseinsstörungen.

Wie erkenne ich Nervenschäden bei meinem Hund?

Achte auf unkoordinierte Bewegungen, Schwäche in einzelnen Gliedmaßen oder veränderte Reflexe. Ein Hund mit Nervenschäden reagiert möglicherweise nicht auf Berührung an bestimmten Körperstellen oder zeigt plötzliche Verhaltensänderungen.

Epileptische Anfälle sind ein Notfall – auch wenn sie nur wenige Sekunden dauern. Krampfanfälle, die länger als fünf Minuten andauern, können lebensgefährlich werden.