milchiger Ausfluss
Milchiger Ausfluss ist eine weißlich-trübe Flüssigkeit aus Vagina oder Penis des Hundes, die verschiedene Ursachen haben kann – von normalen hormonellen Schwankungen bis zu ernsthaften Infektionen.
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Milchiger Ausfluss ist eine weisslich-trübe Flüssigkeit aus Vagina oder Penis des Hundes, die verschiedene Ursachen haben kann – von normalen hormonellen Schwankungen bis zu ernsthaften Infektionen. Der Ausdruck beschreibt die charakteristische milchartige Konsistenz und Farbe, nicht den tatsächlichen Inhalt der Flüssigkeit.
Ist milchiger Ausfluss bei Hunden normal?
Das hängt vom Kontext ab. Bei Hündinnen nach der Läufigkeit oder vor einer Geburt kann weisslicher Ausfluss normal sein. Problematisch wird es bei üblem Geruch, zusätzlichen Krankheitssymptomen oder wenn der Ausfluss länger als eine Woche anhält.
Eine Scheinträchtigkeit produziert oft milchigen Ausfluss aus den Zitzen. Die Hündin verhält sich, als wäre sie trächtig – baut Nester, sammelt Spielzeug und kann sogar Milch bilden. Dieses hormonelle Ungleichgewicht tritt etwa sechs bis acht Wochen nach der Läufigkeit auf und verschwindet meist von selbst.
Welche gefährlichen Ursachen gibt es?
Eine Gebärmutterentzündung (Pyometra) ist lebensbedrohlich und zeigt sich oft durch milchigen bis eitrigen Ausfluss. Betroffen sind meist ältere, unkastrierte Hündinnen einige Wochen nach der Läufigkeit. Warnsignale sind Fieber, extremer Durst, Appetitlosigkeit und ein aufgeblähter Bauch.
Bei Rüden deutet milchiger Ausfluss aus dem Penis oft auf Prostataprobleme hin. Die vergrösserte Prostata drückt auf Blase und Darm, was Schmerzen beim Urinieren und Koten verursacht. Besonders betroffen sind ältere, unkastrierte Rüden.
Vaginale oder Harnwegsinfektionen entstehen durch Bakterien und verursachen neben dem Ausfluss oft Brennen beim Wasserlassen. Die Hündin leckt sich verstärkt im Genitalbereich und zeigt manchmal Blut im Urin.
Wann muss ich zum Tierarzt?
Sofort bei Fieber, Appetitlosigkeit oder wenn der Hund apathisch wirkt. Treten diese Anzeichen zusammen mit milchigem Ausfluss auf, deutet das auf eine systemische Infektion hin, die schnell behandelt werden muss.
Auch bei übelriechendem Ausfluss, Schwellungen im Genitalbereich oder wenn der Hund Schmerzen beim Urinieren zeigt, ist tierärztliche Hilfe nötig. Bei trächtigen Hündinnen gehört milchiger Ausfluss kurz vor der Geburt dazu – wird er jedoch blutig oder übelriechend, stimmt etwas nicht.
Rüden mit milchigem Ausfluss und Problemen beim Koten oder Urinieren benötigen eine Prostata-Untersuchung. Die Behandlung reicht von Medikamenten bis zur Kastration, je nach Schweregrad der Erkrankung.
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