Mangold
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 Mangold ist ein Blattgemüse aus der Familie der Gänsefußgewächse, das als Alternative zu Spinat für Hunde geeignet ist – mit einer entscheidenden Einschränkung beim Oxalatgehalt.
Inhalt
Mangold ist ein Blattgemüse aus der Familie der Gänsefußgewächse, das als Alternative zu Spinat für Hunde geeignet ist – mit einer entscheidenden Einschränkung beim Oxalatgehalt.
Welche Nährstoffe enthält Mangold für Hunde?
100 Gramm gekochter Mangold liefern 0,8 mg Betacarotin (Vitamin A-Vorstufe), 30 mg Vitamin C und 830 mg Kalium. Der Magnesiumgehalt liegt bei 81 mg pro 100 g.
Besonders der Vitamin K-Gehalt sticht heraus: Mit 830 μg pro 100 g übertrifft Mangold sogar Spinat um das Vierfache. Das unterstützt die Blutgerinnung deines Hundes.
Die Ballaststoffe (3,7 g pro 100 g) können bei Verstopfung helfen. Allerdings reagiert nicht jeder Hundemagen gleich auf diese Menge.
Sind Oxalate in Mangold gefährlich für Hunde?
Mangold enthält etwa 645 mg Oxalate pro 100 g rohem Blattwerk – deutlich weniger als Spinat (966 mg), aber mehr als Grünkohl (20 mg).
Bei Hunden mit Nierensteinen oder chronischer Niereninsuffizienz können diese Oxalate problematisch werden. Sie binden Kalzium und können zur Steinbildung beitragen.
Für gesunde Hunde sind diese Mengen bei gelegentlicher Fütterung unbedenklich. Das Kochen reduziert den Oxalatgehalt um etwa 30-40%.
Wie bereitest du Mangold für deinen Hund zu?
Wasche die Blätter gründlich und entferne die dicken Stiele – sie sind schwerer verdaulich. Koche den Mangold 3-5 Minuten in ungesalzenem Wasser.
Nach dem Kochen das Wasser abschütten. Die wasserlöslichen Oxalate gehen teilweise ins Kochwasser über.
Schneide die gekochten Blätter klein. Große Stücke können bei kleineren Hunden zu Schluckproblemen führen.
Wie viel Mangold verträgt ein Hund?
Ein 10 kg schwerer Hund kann etwa einen Esslöffel gekochten Mangold vertragen. Bei 25 kg sind zwei bis drei Esslöffel angemessen.
Füttere Mangold maximal zweimal pro Woche. Bei täglicher Gabe können die Oxalate sich ansammeln.
Starte mit einer kleinen Portion und beobachte, ob dein Hund weichen Kot entwickelt. Dann die Menge reduzieren.
Wann solltest du auf Mangold verzichten?
Hunde mit diagnostizierten Nierensteinen oder erhöhten Nierenwerten sollten keinen Mangold bekommen. Die Oxalate können bestehende Probleme verstärken.
Auch bei Blasensteinen in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten. Hier sind oxalatarme Alternativen wie Karotten oder Kürbis besser.
Welpen unter vier Monaten haben noch unreife Nieren. Bei ihnen lieber auf Mangold verzichten.
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