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Liquordiagnostik

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Liquordiagnostik
Definition

Liquordiagnostik ist die Entnahme und laboranalytische Untersuchung von cerebrospinaler Flüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal des Hundes zur Diagnose neurologischer Erkrankungen.

Inhalt
  1. Wann braucht mein Hund eine Liquoruntersuchung?
  2. Wie läuft die Liquorpunktion beim Hund ab?
  3. Was zeigen die Liquorwerte beim gesunden Hund?
  4. Welche Risiken hat die Liquorpunktion?
  5. Was kostet die Liquordiagnostik beim Hund?

Wann braucht mein Hund eine Liquoruntersuchung?

Ein Hund mit plötzlichen Koordinationsproblemen, wiederholten Krampfanfällen oder Wesensveränderungen braucht möglicherweise eine Liquordiagnostik. Der Tierarzt schlägt diese Untersuchung vor, wenn neurologische Symptome auf eine Entzündung im Gehirn oder Rückenmark hindeuten.

Typische Anzeichen sind: Kopfschiefhaltung, Gleichgewichtsstörungen beim Laufen, ungewöhnliches Kreislaufen oder apathisches Verhalten. Ein gesunder Hund zeigt diese Symptome nicht.

Wie läuft die Liquorpunktion beim Hund ab?

Die Liquorpunktion erfolgt unter Vollnarkose am Übergang zwischen Hinterkopf und erstem Halswirbel. Der Tierarzt führt eine dünne Nadel zwischen die Hirnhäute ein und entnimmt 1-3 ml cerebrospinale Flüssigkeit.

Der Eingriff dauert etwa 15-20 Minuten. Danach bleibt der Hund mindestens zwei Stunden zur Überwachung in der Praxis. Die meisten Hunde können am selben Tag nach Hause, sollten aber 24 Stunden ruhig gehalten werden.

Was zeigen die Liquorwerte beim gesunden Hund?

Normaler Hundeli quor ist wasserklar und enthält weniger als 5 Zellen pro Mikroliter. Der Proteingehalt liegt unter 25 mg/dl, die Glukosekonzentration entspricht etwa 60-80% des Blutzuckerwerts.

Erhöhte Zellzahlen deuten auf Entzündungen hin. Bei bakterieller Meningitis steigen die Neutrophilen auf über 100 Zellen/μl. Virale Infektionen zeigen eher erhöhte Lymphozyten. Rötlicher Liquor weist auf Blutungen im Nervensystem hin.

Welche Risiken hat die Liquorpunktion?

Die Liquorpunktion birgt geringe, aber reale Risiken. In seltenen Fällen kann es zu Blutungen oder Infektionen kommen. Manche Hunde zeigen nach dem Eingriff vorübergehende Kopfschmerzen oder Übelkeit.

Bei Hunden mit erhöhtem Hirndruck ist der Eingriff riskanter. Deshalb führen erfahrene Neurologen vorher oft eine MRT durch. Die Narkose stellt für alte oder kranke Hunde ein zusätzliches Risiko dar.

Was kostet die Liquordiagnostik beim Hund?

Eine Liquoruntersuchung kostet zwischen 300-600 Euro, je nach Praxis und Umfang der Laboranalysen. Die Narkose schlägt mit etwa 150-250 Euro zu Buche, die eigentliche Punktion mit 100-200 Euro.

Zusätzliche Kosten entstehen durch spezielle Untersuchungen wie Bakterienkulturen oder Antikörpertests. Diese können weitere 100-300 Euro kosten. Eine vorangehende MRT zur Risikoeinschätzung kostet zusätzlich 800-1200 Euro.