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Levetiracetam

Levetiracetam ist ein Antiepileptikum, das bei Hunden eingesetzt wird, wenn Standardtherapien wie Phenobarbital oder Kaliumbromid unzureichend wirken oder nicht vertragen werden.

2 Min Lesezeit
Inhalt
  1. Wie wird Levetiracetam dosiert?
  2. Wie schnell wirkt Levetiracetam bei Anfällen?
  3. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  4. Wann ist Levetiracetam besser als andere Antiepileptika?

Das Medikament bindet an Proteine in den Nervenzellen und verhindert so die unkontrollierte elektrische Aktivität, die zu Anfällen führt. Anders als ältere Antiepileptika belastet es die Leber deutlich weniger.

Wie wird Levetiracetam dosiert?

Levetiracetam wird mehrmals täglich gegeben, weil es im Körper des Hundes schnell wieder abgebaut wird. Die genaue Menge und der Rhythmus legt die Tierarztpraxis anhand von Gewicht, Anfallshäufigkeit und Verträglichkeit fest, eine Anpassung ohne Rücksprache ist bei einem Antiepileptikum riskant.

Der Tierarzt passt die Dosis an die Anfallshäufigkeit und Verträglichkeit an, die Spanne kann von Hund zu Hund erheblich variieren.

Wie schnell wirkt Levetiracetam bei Anfällen?

Die Wirkung setzt bereits nach der ersten Gabe ein, die volle anfallsunterdrückende Wirkung entwickelt sich aber erst nach 3-5 Tagen regelmässiger Einnahme.

In Studien sank die Anfallshäufigkeit bei einem Teil der Hunde deutlich, bei anderen kaum. Auch als Zusatz zu Phenobarbital fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Wie gut es bei deinem Hund wirkt, zeigt erst der Verlauf.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Am häufigsten ist Schläfrigkeit, besonders in den ersten Behandlungswochen. Auch Verhaltensänderungen wie Unruhe oder Reizbarkeit kommen vor.

Diese Effekte sind meist vorübergehend.

Seltener sind Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Appetitlosigkeit). Leberschäden sind, anders als bei Phenobarbital, kaum beschrieben.

Ein abruptes Absetzen kann Status epilepticus auslösen. Das Medikament muss über 1-2 Wochen schrittweise reduziert werden.

Wann ist Levetiracetam besser als andere Antiepileptika?

Levetiracetam eignet sich besonders für Hunde mit Lebererkrankungen, da es unverändert über die Nieren ausgeschieden wird.

Bei Clusteranfällen (mehrere Anfälle innerhalb von 24 Stunden) zeigt es oft bessere Ergebnisse als Phenobarbital allein. Ob die Kombination beider Medikamente zur Anfallsfreiheit führt, lässt sich im Voraus nicht sagen.