Lakritz
Lakritz ist ein aus der Wurzel der Süssholzpflanze gewonnenes süsses bis herb-würziges Lebensmittel, das für Hunde aufgrund Inhaltsstoffe wie Glycyrrhizin schädlich ist.
Inhalt
Lakritz ist für Hunde nicht geeignet. Hunde sollten kein Lakritz essen, da es Inhaltsstoffe enthält, die gesundheitliche Schäden verursachen können. Der oft genannte Inhaltsstoff Glycyrrhizin ist dabei nicht der Knackpunkt: Eine Fütterungsstudie an Hunden fand bei Aufnahmen oberhalb der geltenden internationalen Richtwerte weder Blutdruck- noch Elektrolytveränderungen.
Warum ist Lakritz schlecht für Hunde?
Lakritz enthält mehrere Bestandteile, die für Hunde problematisch sind:
- Glycyrrhizin: Für den Menschen ist die blutdrucksteigernde Wirkung beschrieben. Bei Hunden zeigte eine Studie von 2024 keine Blutdruck- oder Elektrolytveränderungen.
- Zucker: Die meisten Lakritzsorten sind stark gezuckert. Das liefert Kalorien, die der Hund nicht braucht.
- Xylit (in zuckerfreien Sorten): Xylit ist ein Süssstoff, der in vielen zuckerfreien Produkten vorkommt und für Hunde extrem giftig ist. Schon kleine Mengen können bei Hunden zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels führen und eine Lebervergiftung verursachen.
- Salz: In einigen Lakritzvarianten ist Salz enthalten, das in grossen Mengen zu Dehydration, Nierenproblemen oder Salzvergiftung führen kann.
Gesundheitsrisiken von Lakritz für Hunde
Blutzuckerabfall durch Xylit:
Frisst dein Hund zuckerfreies Lakritz, das Xylit enthält, wird es schnell kritisch. Xylit löst einen drastischen Abfall des Blutzuckerspiegels aus, in der Fachliteratur schon ab 0,03 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Ab 0,5 Gramm pro Kilogramm ist beim Hund Leberversagen beschrieben. Typisch sind Schwäche, Zittern, Erbrechen oder Krampfanfälle.
Magen-Darm-Probleme:
Lakritz enthält oft grosse Mengen Zucker, die bei Hunden Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Blähungen oder Erbrechen auslösen können. Der hohe Zucker- und Salzgehalt belastet den Verdauungstrakt, bei regelmässigem Verzehr drohen langfristig Übergewicht oder Diabetes.
Nierenprobleme durch Salz:
Einige Lakritzsorten enthalten zusätzliches Salz. Zu viel Salz kann bei Hunden zu Dehydration und Nierenproblemen führen. Eine Überdosierung kann eine Salzvergiftung auslösen, die lebensbedrohlich ist.
Symptome einer Lakritzvergiftung bei Hunden
Hat dein Hund Lakritz gefressen, achte auf folgende Symptome:
- Erbrechen und Durchfall
- Schwäche und Zittern
- Übermässiges Trinken und Urinieren
- Krampfanfälle (insbesondere bei Xylitvergiftung)
- Verwirrtheit oder Schläfrigkeit
Hast du den Verdacht, dass dein Hund eine gefährliche Menge Lakritz gefressen hat, insbesondere solches mit Xylit, such sofort den Tierarzt auf. Je schneller du handelst, desto besser stehen die Chancen, schwerwiegende Folgen abzuwenden.
Was tun, wenn dein Hund Lakritz gegessen hat?
Hat dein Hund Lakritz gefressen, hängt das richtige Vorgehen von Menge und Art des Lakritz ab:
- Kleine Mengen: Hat dein Hund eine kleine Menge normales Lakritz ohne Xylit gefressen, beobachte ihn auf Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Unruhe. Leichte Symptome klingen meist nach einigen Stunden ab, halten sie an, kontaktiere einen Tierarzt.
- Zuckerfreies Lakritz mit Xylit: Hat dein Hund Lakritz mit Xylit gefressen, kontaktiere sofort den Tierarzt. Eine Xylitvergiftung ist sehr gefährlich und erfordert umgehende Behandlung.
Lakritz ist gefährlich für Hunde
Lakritz ist keine geeignete Leckerei für Hunde. Der hohe Zucker- und Salzgehalt macht Lakritz zum ungeeigneten Snack, und in zuckerfreien Sorten kommt mit Xylit ein echtes Risiko dazu. Halte Lakritz und andere süsse Snacks von deinem Hund fern und biete ihm nur Leckereien an, die für Hunde geeignet sind. Hat dein Hund versehentlich Lakritz gefressen, beobachte ihn genau und handle bei Vergiftungsverdacht ohne Verzug.
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