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Keratokonjunktivitis sicca (trockenes Auge)

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Keratokonjunktivitis sicca (trockenes Auge)
Inhalt
  1. Ursachen/Auslöser für Keratokonjunktivitis sicca
  2. Symptome
  3. Diagnose und Behandlung

Die Keratokonjunktivitis sicca (KCS), auch als trockenes Auge bekannt, ist eine chronische Entzündung der Hornhaut (Kornea) und der Bindehaut (Konjunktiva), die durch eine unzureichende Produktion der Tränenflüssigkeit entsteht. Ohne ausreichende Befeuchtung kommt es zu Reizungen, Entzündungen und Schäden an der Augenoberfläche.

Ursachen/Auslöser für Keratokonjunktivitis sicca

Die Hauptursache der KCS liegt in einer verminderten Funktion der Tränendrüsen, die auf verschiedene Faktoren zurückgehen kann:

  • Autoimmunerkrankung: Die häufigste Ursache ist eine Immunreaktion, bei der das Immunsystem die Tränendrüsen angreift.
  • Hormonelle Störungen: Krankheiten wie Hypothyreose können die Tränenproduktion beeinflussen.
  • Neurologische Ursachen: Schädigungen des Gesichtsnervs (N. facialis) können die Tränendrüse beeinträchtigen.
  • Medikamente: Bestimmte Arzneimittel, wie Sulfonamide, können die Tränenproduktion reduzieren.
  • Infektionen: Das canine Distemper-Virus (Staupevirus) kann die Tränendrüsen dauerhaft schädigen.
  • Anatomische Faktoren: Rassen mit hervorstehenden Augen, wie Möpse oder Bulldoggen, sind anfälliger.

Symptome

  • Trockene, gerötete und entzündete Augen
  • Verdickter, zäher, gelblicher oder schleimiger Augenausfluss
  • Häufiges Blinzeln oder Reiben der Augen
  • Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
  • Hornhauttrübungen oder -geschwüre
  • Pigmentablagerungen auf der Hornhaut

Bleibt die KCS unbehandelt, können dauerhafte Hornhautschäden entstehen, bis hin zur Erblindung.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose stützt sich auf eine Augenuntersuchung mit dem Schirmer-Tränentest (STT), der die Tränenproduktion mithilfe eines Teststreifens misst. Ergänzend kommen die Fluoreszeinfärbung zum Nachweis von Hornhautverletzungen sowie die Tonometrie zur Messung des Augeninnendrucks zum Einsatz.

  • Immunmodulatorische Augentropfen werden häufig eingesetzt; sie regen die Tränenproduktion an und dämpfen Entzündungen.
  • Die regelmässige Anwendung von befeuchtenden Augentropfen (sog. „künstliche Tränen“) schützt die Hornhaut.
  • Eventuell vorhandene Sekundärinfektionen werden mit antibiotischen Augensalben behandelt.
  • Operativer Eingriff: In schweren Fällen kann eine Parotistransposition durchgeführt werden, bei der ein Speicheldrüsengang in den Bindehautsack umgeleitet wird, um die Augen mit Flüssigkeit zu versorgen.

Prognose bei Keratokonjunktivitis sicca

Die Keratokonjunktivitis sicca ist eine chronische Erkrankung, die meist eine lebenslange Therapie erfordert.

Bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung lässt sich der Zustand oft gut kontrollieren, der Hund kann eine gute Lebensqualität behalten.