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Keilexzision

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Keilexzision
Definition

Bei der Keilexzision entfernt der Tierarzt keilförmig Gewebe um einen Tumor – ähnlich wie beim Herausschneiden eines Tortenstücks.

Inhalt
  1. Warum wird die Keilexzision bei Hunden angewendet?
  2. Wie läuft der Eingriff beim Hund ab?
  3. Was kostet eine Keilexzision beim Hund?
  4. Wie lange dauert die Heilung?
  5. Was unterscheidet die Keilexzision von anderen Methoden?

Bei der Keilexzision entfernt der Tierarzt keilförmig Gewebe um einen Tumor – ähnlich wie beim Herausschneiden eines Tortenstücks. Der Schnitt reicht bewusst über die sichtbaren Tumorränder hinaus, um auch versteckte Krebszellen zu erfassen.

Warum wird die Keilexzision bei Hunden angewendet?

Die Technik kommt zum Einsatz, wenn einfaches Herausschneiden nicht ausreicht. Typische Situationen: Mastzelltumoren an der Pfote, Plattenepithelkarzinome am Augenlid oder Fibrosarkome an Stellen mit wenig beweglicher Haut wie dem Schädel.

Die Keilform erlaubt es, auch bei schwierigen Körperstellen genug Sicherheitsabstand zu schaffen. Bei einem Tumor am Ohr beispielsweise kann der Tierarzt durch den keilförmigen Schnitt die Ohrform weitgehend erhalten.

Wie läuft der Eingriff beim Hund ab?

Dein Hund bekommt eine Vollnarkose. Der Tierarzt markiert zunächst den Keil – meist mit einem Sicherheitsrand von 1–3 cm je nach Tumorart. Bei einem 2 cm großen Mastzelltumor wird beispielsweise ein 5–8 cm großer Keil entfernt.

Nach dem Schnitt verschließt der Chirurg die Wunde durch Verschieben der umliegenden Haut. Das funktioniert nicht überall gleich gut: Am Bauch ist viel Haut vorhanden, an den Gliedmaßen wenig.

Was kostet eine Keilexzision beim Hund?

Die Kosten liegen zwischen 300–1.200 Euro, abhängig von Größe und Lage des Tumors. Ein kleiner Hauttumor am Rücken kostet deutlich weniger als ein komplexer Eingriff am Kopf. Dazu kommen Narkose (50–150 Euro) und Nachsorge.

Die histologische Untersuchung des entfernten Gewebes kostet zusätzlich 80–150 Euro – ist aber entscheidend für die Prognose.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Fäden werden nach 10–14 Tagen gezogen. Bis zur vollständigen Heilung dauert es 3–4 Wochen. In dieser Zeit muss dein Hund einen Halskragen tragen und Toben vermeiden.

Komplikationen sind selten, aber möglich: Nachblutungen in den ersten 24 Stunden oder Wundinfektionen nach 3–5 Tagen. Schwellungen und Rötungen um die Naht sind normal.

Was unterscheidet die Keilexzision von anderen Methoden?

Gegenüber der einfachen Exzision bietet die Keilform bessere Tumorfreiheit der Ränder – entscheidend bei aggressiven Tumoren. Der Nachteil: größere Wunde und manchmal schwierigerer Wundverschluss.

Bei sehr großen Tumoren oder ungünstiger Lage kann eine Hauttransplantation nötig werden. Das bespricht der Tierarzt vor dem Eingriff mit dir.