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intrauterin

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Definition

Intrauterin bedeutet "innerhalb der Gebärmutter" und beschreibt alle Vorgänge, die im Uterus einer Hündin ablaufen – von der Entwicklung der Welpen bis zu medizinischen Eingriffen.

Inhalt
  1. Wann sprechen Tierärzte von intrauterin?
  2. Was ist intrauteriner Tod bei Welpen?
  3. Welche intrauterinen Verfahren gibt es?
  4. Was sind intrauterine Erkrankungen?
  5. Wie erkenne ich intrauterine Probleme?
  6. Wie läuft die Behandlung intrauteriner Erkrankungen ab?

Intrauterin bedeutet „innerhalb der Gebärmutter“ und beschreibt alle Vorgänge, die im Uterus einer Hündin ablaufen – von der Entwicklung der Welpen bis zu medizinischen Eingriffen.

Wann sprechen Tierärzte von intrauterin?

Du begegnest dem Begriff meist in zwei Situationen: während der Trächtigkeit deiner Hündin oder bei Gebärmutter-Erkrankungen. „Intrauterin“ kommt aus dem Lateinischen – „intra“ heisst innerhalb, „uterus“ ist die Gebärmutter.

Bei trächtigen Hündinnen entwickeln sich die Welpen 63 Tage lang intrauterin. Sie hängen über die Nabelschnur an der Gebärmutterwand und werden dort mit Nährstoffen versorgt. Der Tierarzt kann diese Entwicklung ab Tag 20 per Ultraschall überwachen.

Was ist intrauteriner Tod bei Welpen?

Ein Welpe stirbt intrauterin, wenn er im Mutterleib abstirbt – meist durch Infektionen, Chromosomenfehler oder Plazenta-Probleme. Die Hündin resorbiert kleine Embryonen komplett. Grössere Föten können mumifizieren oder zu Fehlgeburten führen.

Anzeichen: Die Hündin verliert plötzlich an Bauchumfang oder hat blutigen Ausfluss. Ein Ultraschall zeigt, ob noch lebende Welpen vorhanden sind.

Welche intrauterinen Verfahren gibt es?

Die intrauterine Insemination (IUI) bringt Sperma direkt in die Gebärmutter – eine Alternative zur natürlichen Deckung. Das Verfahren dauert wenige Minuten und erhöht die Befruchtungsrate besonders bei älteren Rüden oder schwierigen Paarungen.

Bei Gebärmutter-Infektionen spült der Tierarzt manchmal Medikamente direkt in den Uterus. Das passiert über einen dünnen Katheter und hilft bei hartnäckigen Bakterien, die oral gegebene Antibiotika nicht erreichen.

Was sind intrauterine Erkrankungen?

Pyometra ist die gefährlichste intrauterine Erkrankung – eine Eiteransammlung in der Gebärmutter. Sie tritt meist 4-8 Wochen nach der Läufigkeit auf und kann binnen Stunden lebensbedrohlich werden.

Endometritis entzündet die Gebärmutterschleimhaut und macht Hündinnen oft unfruchtbar. Im Gegensatz zur Pyometra verläuft sie schleichender und zeigt sich durch wiederkehrende Scheinträchtigkeiten.

Wie erkenne ich intrauterine Probleme?

Warnzeichen sind: übelriechender Ausfluss aus der Scheide, aufgeblähter Bauch, vermehrtes Trinken und Apathie. Bei trächtigen Hündinnen zusätzlich: plötzlicher Gewichtsverlust oder grünlicher Ausfluss.

Die Diagnose erfolgt durch Ultraschall, Blutbild und manchmal Röntgen. Eine vergrösserte Gebärmutter ist oft schon durch Abtasten spürbar.

Wie läuft die Behandlung intrauteriner Erkrankungen ab?

Bei offener Pyometra reichen manchmal Antibiotika und Hormone. Die geschlossene Form erfordert fast immer eine Notoperation – die komplette Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter.

Hündinnen mit Zuchtwert können mit speziellen Hormonbehandlungen therapiert werden. Das Rückfallrisiko liegt aber bei etwa 30 Prozent.