Hundegrippe
Hundegrippe ist eine durch Influenza-A-Viren verursachte Atemwegserkrankung, die sich von Zwingerhusten durch ihre virale Natur und schwerere Verläufe unterscheidet.
Inhalt
Hundegrippe ist eine durch Influenza-A-Viren verursachte Atemwegserkrankung, die sich von Zwingerhusten durch ihre virale Natur und schwerere Verläufe unterscheidet.
Wie verbreitet ist Hundegrippe in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Die Hundegrippe tritt im deutschsprachigen Raum deutlich seltener auf als in den USA oder Asien. Einzelfälle wurden in Deutschland sporadisch dokumentiert, meist in Verbindung mit importierten Hunden oder internationalen Hundeausstellungen. In Österreich und der Schweiz sind bestätigte Fälle noch seltener.
Die meisten Atemwegsinfekte bei Hunden in D-A-CH sind weiterhin dem klassischen Zwingerhusten-Komplex zuzuordnen, nicht der echten Hundegrippe.
Welche Symptome zeigt ein Hund mit Grippe?
Die Symptome entwickeln sich 1-5 Tage nach der Ansteckung. Betroffene Hunde zeigen hohes Fieber (oft über 40°C), trockenen Husten und wässrigen bis schleimigen Nasenausfluss. Dazu kommen Appetitlosigkeit und deutliche Abgeschlagenheit.
Anders als beim Zwingerhusten bleibt das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigt. Schwere Fälle entwickeln Atemnot und Lungenentzündung.
Wie unterscheidet sich Hundegrippe vom Zwingerhusten?
Zwingerhusten beginnt meist mit bellendem, trockenem Husten bei ansonsten fitten Hunden. Bei Hundegrippe steht das schwere Krankheitsgefühl im Vordergrund. Das Fieber ist höher und hält länger an – meist 7-10 Tage statt 2-3 Tage beim Zwingerhusten.
Ein weiterer Unterschied: Hundegrippe überträgt sich auch über kontaminierte Gegenstände bis zu 48 Stunden nach dem Kontakt.
Wie wird Hundegrippe behandelt?
Eine spezifische Behandlung gegen die Grippeviren gibt es nicht. Tierärzte behandeln die Symptome: Fiebersenkung, Hustenstiller und bei bakteriellen Sekundärinfektionen Antibiotika. Infizierte Hunde gehören 2-4 Wochen in Quarantäne.
Die Genesung dauert meist 2-3 Wochen, kann aber bei älteren Hunden oder Welpen länger dauern.
Wann solltest du zum Tierarzt?
Bei anhaltendem Fieber über 24 Stunden, schwerem Husten oder Atemnot ist ein Tierarztbesuch nötig. Besonders wenn dein Hund kürzlich Kontakt zu Hunden aus dem Ausland hatte oder auf internationalen Veranstaltungen war.
Eine Laboruntersuchung kann Hundegrippe von anderen Atemwegsinfekten unterscheiden – das ist für die richtige Behandlung und Quarantäne-Dauer entscheidend.
Mehr aus dem Wiki
Alle Wiki-Einträge →Giftnotruf für Hunde, DACH-Übersicht
Was tun bei Verdacht auf Vergiftung beim Hund: Sofortmaßnahmen, was du nicht tun solltest, Notfall-Nummern für …
Pflege
Wie erkenne ich, ob ein Welpe gesund ist?
Ein gesunder Welpe zeigt spezifische körperliche und verhaltensbasierte Merkmale, die du systematisch überprüfen kannst, bevor ein …