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Herzschwäche

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Herzschwäche
Definition

Herzschwäche beim Hund bedeutet, dass das Herz nicht mehr genug Kraft hat, um ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen.

Inhalt
  1. Warum entwickeln Hunde eine Herzschwäche?
  2. Welche Anzeichen deuten auf eine Herzschwäche hin?
  3. Wie stellen Tierärzte die Diagnose?
  4. Kann eine Herzschwäche behandelt werden?
  5. Wie lange leben Hunde mit Herzschwäche?

Eine Herzschwäche beim Hund, medizinisch Herzinsuffizienz genannt, liegt vor, wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann. Die Erkrankung entsteht meist schleichend und kann über längere Zeit unauffällig bleiben. Je nach Ursache sind vor allem ältere Hunde betroffen, aber auch bestimmte Rassen haben ein erhöhtes Risiko für bestimmte Herzerkrankungen.

Eine Herzschwäche ist nicht gleichbedeutend mit einem plötzlichen Herzversagen. Viele Hunde können mit einer passenden Behandlung und regelmässiger Kontrolle noch lange eine gute Lebensqualität behalten.

Warum entwickeln Hunde eine Herzschwäche?

Herzinsuffizienz kann verschiedene Ursachen haben. Welche Erkrankung zugrunde liegt, hängt unter anderem von Alter, Grösse und genetischer Veranlagung des Hundes ab.

Bei kleineren Hunden entsteht eine Herzschwäche häufig durch Veränderungen an den Herzklappen. Besonders die Mitralklappeninsuffizienz, also eine Undichtigkeit der Mitralklappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer, tritt bei kleinen Hunden häufiger auf.

Bei grossen Hunderassen spielt dagegen häufiger eine Erkrankung des Herzmuskels eine Rolle. Bei der sogenannten dilatativen Kardiomyopathie (DCM) vergrössert sich das Herz und verliert zunehmend an Pumpleistung.

Einige Rassen haben ein erhöhtes Risiko für bestimmte Herzerkrankungen. Dazu gehören unter anderem Cavalier King Charles Spaniels mit Mitralklappenerkrankungen sowie Dobermänner oder Deutsche Doggen mit bestimmten Formen von Herzmuskelerkrankungen.

Welche Anzeichen deuten auf eine Herzschwäche hin?

Die Symptome einer Herzschwäche entwickeln sich oft langsam. Anfangs fallen sie manchmal nur bei Belastung auf.

Typische Anzeichen:

  • geringere Belastbarkeit und schnelleres Ermüden
  • häufigeres Stehenbleiben beim Spaziergang
  • Husten, besonders nachts oder in Ruhephasen
  • beschleunigte Atmung
  • Unruhe oder veränderte Schlafpositionen
  • verminderter Appetit
  • Schwäche oder Kreislaufprobleme

Bei einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz kann sich Flüssigkeit in der Lunge oder im Bauchraum ansammeln. Atemnot, bläuliche Schleimhäute oder ein Kollaps sind Warnzeichen, die eine schnelle tierärztliche Abklärung erfordern.

Wie stellen Tierärzte die Diagnose?

Die Diagnose besteht meist aus mehreren Untersuchungen. Beim Abhören mit dem Stethoskop können Herzgeräusche oder Unregelmässigkeiten auffallen. Ein Herzgeräusch allein bedeutet jedoch nicht automatisch eine Herzschwäche.

Weitere Untersuchungen:

  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs: zeigt unter anderem Veränderungen an Herzgrösse und Lunge
  • Herzultraschall (Echokardiografie): ermöglicht die Beurteilung von Herzklappen, Herzmuskel und Pumpfunktion
  • EKG: untersucht den Herzrhythmus
  • Blutuntersuchungen: können zusätzliche Hinweise liefern

Die genaue Untersuchung hilft dabei, die Ursache und das Stadium der Erkrankung einzuschätzen.

Kann eine Herzschwäche behandelt werden?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung. Ziel ist es, das Herz zu entlasten, Beschwerden zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhalten.

Je nach Erkrankung kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz:

  • ACE-Hemmer: können die Belastung des Herzens reduzieren
  • Diuretika (Entwässerungsmittel): helfen dabei, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper auszuscheiden
  • Pimobendan: unterstützt die Herzleistung und wird bei bestimmten Herzerkrankungen eingesetzt

Zusätzlich kann eine angepasste Ernährung sinnvoll sein. Bei manchen Herzerkrankungen spielt unter anderem der Natriumgehalt des Futters eine Rolle.

Eine individuelle Beratung durch Tierarzt oder Ernährungsberater ist besonders bei selbst zusammengestellten Rationen wichtig.

Wie lange leben Hunde mit Herzschwäche?

Herzschwäche beim Hund ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die jedoch nicht automatisch bedeutet, dass ein Hund seine Lebensqualität verliert. Mit einer frühen Diagnose, einer passenden Behandlung und regelmässiger Kontrolle können viele betroffene Hunde weiterhin ein aktives Leben führen.

Die Lebenserwartung hängt stark von der Ursache, dem Krankheitsstadium und dem Ansprechen auf die Behandlung ab.

Einige Hunde mit einer milden Herzerkrankung bleiben über Jahre stabil. Bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz kann die Lebenszeit deutlich eingeschränkt sein.

Regelmässige Kontrollen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Behandlung anzupassen. Auch im Alltag kann eine angepasste Belastung sinnvoll sein: Moderate Bewegung unterstützt den Kreislauf, während Überforderung vermieden werden sollte.