Heilbutt
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 Heilbutt ist ein großer Plattfisch aus kalten Gewässern, der durch seinen niedrigen Fettgehalt und hohen Proteinanteil für Hunde geeignet ist – allerdings mit Einschränkungen beim Quecksilbergehalt.
Inhalt
Heilbutt ist ein grosser Plattfisch aus kalten Gewässern mit niedrigem Fettgehalt und hohem Proteinanteil. Wegen des Quecksilbergehalts eignet er sich nur als gelegentliche Ergänzung im Futternapf, nicht als regelmässige Proteinquelle.
Der Heilbutt steht am Ende der Nahrungskette und wird bis zu 50 Jahre alt. In dieser Zeit sammeln sich Umweltgifte wie Quecksilber im Gewebe an – Biologen nennen diesen Prozess Bioakkumulation.
Quecksilbergehalt im Vergleich
Lachs enthält etwa 0,014 mg Quecksilber pro Kilogramm, Heilbutt 0,241 mg – das 17-Fache. Für einen 25-Kilo-Hund liegt die tolerierbare wöchentliche Aufnahme bei etwa 125 Gramm Heilbutt.
Unterschiede zu anderen Plattfischen
Im Vergleich zu Scholle oder Flunder ist der Heilbutt fettärmer (unter 3 % Fett) und proteinreicher (über 20 %). Seine Konsistenz ist fester, was das Entgräten erleichtert.
Pazifischer Heilbutt gilt als weniger schadstoffbelastet als atlantischer. Die Herkunft erkennst du an der Kennzeichnung FAO 67 (Pazifik) oder FAO 27 (Atlantik).
Omega-3-Gehalt
100 Gramm Heilbutt liefern etwa 0,5 Gramm Omega-3-Fettsäuren – Lachs enthält 2,3 g, Makrele 2,7 g. Um bei Gelenkproblemen entzündungshemmend wirken zu können, müsste ein Hund unrealistisch grosse Mengen fressen.
Kleinere Kaltwasserfische wie Sardinen oder Anchovis liefern mehr Omega-3 bei weniger Schadstoffen.
Zubereitung ohne Gräten
Kaufe den Heilbutt als Filet. Selbst Filets können noch Y-förmige Gräten enthalten, die sich durch das Fleisch ziehen.
Prüfung: Fahre mit den Fingern gegen die Faserrichtung über das Filet. Gräten fühlen sich wie harte Stäbchen an und lassen sich mit einer Pinzette entfernen.
Dämpfe das Filet 8 bis 10 Minuten oder backe es bei 180 °C für 12 bis 15 Minuten. Keine Gewürze, kein Öl.
Portionsgrössen nach Körpergewicht
Maximal 1 % des Körpergewichts pro Woche, aufgeteilt auf zwei Portionen:
- 5-kg-Hund: 25 g pro Woche (12 g pro Portion)
- 15-kg-Hund: 75 g pro Woche (35 g pro Portion)
- 30-kg-Hund: 150 g pro Woche (75 g pro Portion)
Bei Welpen unter einem Jahr die Menge halbieren – ihr Nervensystem reagiert empfindlicher auf Quecksilber.
Wann Heilbutt nicht füttern
Trächtige und säugende Hündinnen sollten keinen Heilbutt erhalten. Quecksilber kann die Entwicklung der Welpen beeinträchtigen.
Bei Hunden mit Nierenproblemen ist Vorsicht geboten – ihre Fähigkeit, Schwermetalle auszuscheiden, ist eingeschränkt. Vorher den Tierarzt fragen.
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