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Hakenwürmer

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Hakenwürmer
Definition

Hakenwürmer sind blutsaugende Darmparasiten, die sich in die Darmwand des Hundes bohren und täglich bis zu 0,1 ml Blut pro Wurm entziehen.

Inhalt
  1. Wie gefährlich sind Hakenwürmer für meinen Hund?
  2. Wie steckt sich mein Hund mit Hakenwürmern an?
  3. Welche Symptome zeigen Hunde bei Hakenwurmbefall?
  4. Wie diagnostiziert der Tierarzt Hakenwürmer?
  5. Welche Wurmkuren helfen gegen Hakenwürmer?
  6. Wie oft sollte ich meinen Hund gegen Hakenwürmer entwurmen?

Wie gefährlich sind Hakenwürmer für meinen Hund?

Ein starker Hakenwurmbefall kann bei Welpen binnen weniger Wochen zu lebensbedrohlicher Anämie führen. Erwachsene Hunde kompensieren den Blutverlust oft monatelang – bis plötzlich Schwäche und Apathie auftreten. Anders als Rundwürmer, die sich von Darminhalt ernähren, bohren sich Hakenwürmer in die Darmwand und saugen täglich bis zu 0,1 ml Blut pro Wurm.

Wie steckt sich mein Hund mit Hakenwürmern an?

Die Larven dringen aktiv durch die Haut ein – meist zwischen den Zehen oder am Bauch. Ein Spaziergang über feuchte Erde reicht aus, wenn dort infizierter Kot liegt. Bei Welpen geschieht die Übertragung bereits im Mutterleib oder über die Muttermilch. Die Hautkontakt-Infektion tritt häufiger auf, als viele Halter vermuten – besonders nach Regentagen, wenn Larven an die Oberfläche gespült werden.

Welche Symptome zeigen Hunde bei Hakenwurmbefall?

Schwarzer, teerartiger Kot ist das Warnzeichen für Darmblutungen durch Hakenwürmer. Die Würmer hinterlassen winzige Wunden, die weiterbluten, auch nachdem der Wurm die Stelle verlassen hat. Bei massivem Befall verlieren Hunde täglich mehrere Milliliter Blut – sichtbar wird das erst, wenn die Schleimhäute blass werden und der Hund schwächer wirkt.

Welpen zeigen oft zuerst Wachstumsstörungen, bevor andere Symptome auftreten. Ein Welpe, der trotz guter Fütterung dünn bleibt, sollte auf Hakenwürmer untersucht werden.

Wie diagnostiziert der Tierarzt Hakenwürmer?

Der Flotationstest mit gesättigter Salzlösung macht Hakenwurmeier unter dem Mikroskop sichtbar. Das Problem: Hakenwürmer scheiden unregelmässig Eier aus. Eine negative Kotprobe schliesst einen Befall nicht aus – daher empfehlen Veterinärparasitologen bei Verdacht Sammelproben über drei Tage.

Bei starkem Verdacht und negativer Kotprobe behandeln manche Tierärzte trotzdem – der therapeutische Ansatz ist dann gleichzeitig diagnostisch.

Welche Wurmkuren helfen gegen Hakenwürmer?

Pyrantel, Febantel und Fenbendazol töten erwachsene Hakenwürmer ab. Milbemycin erfasst zusätzlich die Larvenstadien in der Haut – bei Hautkontakt-Verdacht ist es deshalb die bessere Wahl. Eine einmalige Gabe reicht meist nicht: Larven, die während der Behandlung durch die Haut wandern, entwickeln sich später zu Würmern.

Aus diesem Grund folgt bei positivem Befund nach zwei Wochen eine Kontrollbehandlung. Kein Zeichen für Therapieversagen – sondern parasitologisch notwendig.

Wie oft sollte ich meinen Hund gegen Hakenwürmer entwurmen?

Hunde mit Freilauf in Parks oder Wäldern: alle drei Monate. Jagdhunde oder Hunde in Gruppenhaltung: monatlich während der warmen Monate. Diese Intervalle stammen aus der ESCCAP-Empfehlung und berücksichtigen die Entwicklungszeit der Hakenwürmer von der Infektion bis zur Eiablage.

Viele Halter entwurmen nur zweimal jährlich – gegen Hakenwürmer reicht das nicht. Die Präpatenz beträgt nur 2 bis 4 Wochen, deutlich kürzer als bei anderen Würmern.