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Glykolyse

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Glykolyse
Definition

Die Glykolyse ist der Körperprozess, bei dem Zucker aus dem Futter direkt in Energie umgewandelt wird – ohne Umweg über Sauerstoff.

Inhalt
  1. Funktion bei Belastung
  2. Stoffwechselprodukte
  3. Rasseunterschiede und Trainingszustand
  4. Fütterung und Stoffwechselstörungen

Die Glykolyse wandelt Zucker aus dem Futter in Energie um, ohne dass Sauerstoff nötig ist. Dieser anaerobe Stoffwechselweg liefert schnell verfügbare Energie für kurze, intensive Belastungen.

Funktion bei Belastung

Glykolyse läuft in den Muskelzellen ab, wenn der aerobe Energiestoffwechsel nicht ausreicht. Das betrifft vor allem Sprints, schnelle Richtungswechsel oder intensives Spiel. In den ersten 30 Sekunden intensiver Belastung bezieht der Hund Energie hauptsächlich aus diesem Prozess, bevor die Sauerstoffversorgung greift.

Bei entspannten Aktivitäten läuft die Glykolyse ebenfalls ab, allerdings wird dabei parallel genug Sauerstoff geliefert, um Stoffwechselprodukte kontinuierlich abzubauen.

Stoffwechselprodukte

Der Körper spaltet Glukose in kleinere Moleküle auf und gewinnt dabei ATP (Energieträger). Als Nebenprodukt entsteht Laktat (Milchsäure). Bei intensiver Belastung akkumuliert Laktat schneller, als es abgebaut werden kann. Das führt zur Übersäuerung der Muskulatur und erfordert Pausen.

Rasseunterschiede und Trainingszustand

Windhunde und andere Sprintrassen haben besonders ausgeprägte glykolytische Kapazitäten. Ihre Muskulatur ist auf schnelle Energiebereitstellung für kurze Distanzen spezialisiert.

Übergewichtige oder untrainierte Hunde ermüden schneller, weil die glykolytische Kapazität reduziert ist und Laktat schneller akkumuliert. Training erhöht die Pufferkapazität der Muskulatur und verzögert die Übersäuerung.

Fütterung und Stoffwechselstörungen

Kohlenhydrate im Futter werden zu Glukose aufgespalten und stehen der Glykolyse zur Verfügung. Sporthunde mit intensiven Belastungsphasen haben einen höheren Kohlenhydratbedarf als Hunde mit niedriger Aktivität.

Bei Diabetes mellitus ist die Glukoseverfügbarkeit gestört. Diabetische Hunde ermüden bei körperlicher Anstrengung oft schneller, weil zu wenig oder schlecht verfügbare Glukose den glykolytischen Prozess beeinträchtigt.