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Gastritis

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Gastritis
Definition

Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut beim Hund, die sich meist durch Erbrechen und Futterverweigerung zeigt.

Inhalt
  1. Welche Auslöser führen zu Gastritis?
  2. Wie erkennst du Gastritis beim Hund?
  3. Was kannst du sofort tun?
  4. Wann wird es kritisch?
  5. Wie beugst du Gastritis vor?

Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut beim Hund, die sich meist durch Erbrechen und Futterverweigerung zeigt.

Die Erkrankung kann akut innerhalb weniger Stunden auftreten oder sich chronisch über Wochen entwickeln. Akute Gastritis entsteht oft durch das Fressen ungeeigneter Dinge – ein Stück Grillwurst vom Boden, vergammeltes Katzenfutter oder zu schnelles Schlingen. Chronische Formen haben tieferliegende Ursachen wie Futtermittelallergien oder Stress.

Welche Auslöser führen zu Gastritis?

Die häufigsten Auslöser entstehen direkt vor der Haustür: Hunde fressen Aas, überfressene Äpfel unter dem Baum oder Katzenkot aus dem Sandkasten. Das reizt die Magenschleimhaut binnen Stunden.

Medikamente können ebenfalls schuld sein. Schmerzmittel wie Metacam oder Rimadyl, die nach Operationen verschrieben werden, führen bei empfindlichen Hunden manchmal zu Magenreizungen. Auch manche Antibiotika stören die Darmflora so stark, dass sich die Magenwand entzündet.

Stress spielt eine unterschätzte Rolle. Ein Umzug, ein neues Baby in der Familie oder wiederholtes Alleinsein können bei sensiblen Hunden buchstäblich auf den Magen schlagen. Die Magensäureproduktion erhöht sich, während die schützende Schleimhaut dünner wird.

Parasiten wie Giardien oder Würmer können ebenfalls Gastritis auslösen, besonders bei jungen oder immungeschwächten Hunden. Hier ist die Magenentzündung oft nur ein Symptom des eigentlichen Problems.

Wie erkennst du Gastritis beim Hund?

Das erste Anzeichen ist meist morgendliches Erbrechen von gelbem Schaum – die sogenannte Hungergastritis. Der Hund hat über Nacht nichts gefressen, die Magensäure greift die leere Magenwand an.

Bei akuter Gastritis erbricht der Hund mehrmals hintereinander, oft unmittelbar nach dem Fressen. Das Erbrochene kann unverdautes Futter, Schleim oder gelbliche Galle enthalten. Manche Hunde würgen nur, ohne dass etwas kommt.

Die Körperhaltung verändert sich: Der Hund steht mit gesenktem Kopf da, der Rücken ist aufgekrümmt. Beim Berühren des Bauches zuckt er zusammen oder weicht aus. Diese „Gebetsstellung“ mit vorgestreckten Vorderbeinen und erhobenem Hinterteil zeigt Bauchschmerzen an.

Chronische Gastritis entwickelt sich schleichend. Der Hund frisst weniger, nimmt ab und wirkt antriebslos. Manche Hunde fressen Gras oder lecken übermäßig an Gegenständen – ein Versuch, den gereizten Magen zu beruhigen.

Was kannst du sofort tun?

Entziehe dem Hund für 12-24 Stunden das Futter, aber lasse Wasser stehen. Der Magen braucht Ruhe, um sich zu erholen. Bei Welpen unter vier Monaten verkürzt sich die Fastenzeit auf 6-8 Stunden.

Biete danach kleine Mengen Schonkost an: Gekochtes Hühnchen ohne Haut, gemischt mit gekochtem Reis im Verhältnis 1:2. Diese Mischung belastet den Magen minimal und liefert trotzdem Energie. Füttere alle 2-3 Stunden kleine Portionen.

Wenn der Hund das Schonkost-Gemisch bei sich behält, kannst du nach zwei Tagen schrittweise zum normalen Futter zurückkehren. Mische täglich etwas mehr vom gewohnten Futter unter die Schonkost.

Wann wird es kritisch?

Erbricht der Hund länger als 6 Stunden ununterbrochen oder kommen Blutspuren dazu, ist sofortige tierärztliche Hilfe nötig. Gleiches gilt bei hohem Fieber (über 39,5°C) oder wenn der Hund apathisch wird.

Welpen und alte Hunde dehydrieren schneller als gesunde Erwachsene. Teste den Wasserhaushalt: Ziehe die Haut am Nacken hoch. Bleibt sie länger als eine Sekunde stehen, fehlt Flüssigkeit.

Bei wiederholter Gastritis innerhalb weniger Wochen steckt meist eine chronische Erkrankung dahinter. Eine Endoskopie kann dann Klarheit über den Zustand der Magenschleimhaut bringen.

Wie beugst du Gastritis vor?

Füttere regelmäßige, kleine Mahlzeiten statt einer großen Portion am Tag. Ein leerer Magen produziert mehr aggressive Säure als ein gefüllter.

Verhindere hastiges Schlingen durch einen Anti-Schling-Napf oder indem du das Futter auf einem flachen Tablett verteilst. Schnelles Fressen führt zu Luftschlucken und Magendruck.

Kontrolliere beim Spaziergang, was der Hund aufnimmt. Gammeliges Obst, Vogel-Kadaver oder Katzenkot sind typische Gastritis-Auslöser. Ein gut trainiertes „Aus“ kann hier vorbeugen.