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Essenzielle Fettsäuren

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Essenzielle Fettsäuren
Definition

Essenzielle Fettsäuren sind Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, die der Hundekörper nicht selbst bilden kann und deshalb über das Futter aufnehmen muss.

Inhalt
  1. Welche essenziellen Fettsäuren benötigt mein Hund?
  2. Wie erkenne ich einen Mangel?
  3. Welche Dosierung ist richtig?
  4. Was passiert bei falscher Balance?
  5. Welche Öle sind geeignet?

Welche essenziellen Fettsäuren benötigt mein Hund?

Dein Hund benötigt zwei Arten: Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) für Fell, Gelenke und Entzündungshemmung, plus Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) für Zellaufbau und Immunsystem. Das Verhältnis zwischen beiden entscheidet darüber, ob dein Hund profitiert oder ob Entzündungen gefördert werden.

Die meisten Hundefutter enthalten zu viel Omega-6 aus Getreideanteilen. Typisches Verhältnis: 15:1 oder schlechter. Optimal für Hunde liegt es zwischen 5:1 und 10:1 (Omega-6 zu Omega-3).

Wie erkenne ich einen Mangel?

Stumpfes, glanzloses Fell ist das erste Anzeichen. Dazu kommen schuppige Haut, häufige Ohrenentzündungen oder übermässiges Kratzen ohne erkennbare Parasiten. Bei älteren Hunden verschlechtern sich die Gelenke oft schneller als nötig.

Ein Hund mit ausgeglichenem Fettsäure-Status hat glänzendes Fell, das sich geschmeidig anfühlt. Die Haut ist elastisch, ohne trockene Stellen oder Rötungen.

Welche Dosierung ist richtig?

Pro 10 kg Körpergewicht: 300–500 mg EPA/DHA täglich. Ein 20-kg-Hund erhält also 600–1000 mg. Das entspricht etwa 1 Teelöffel hochwertigem Fischöl oder 2 Teelöffeln Lachsöl.

Bei akuten Hautproblemen oder Gelenkbeschwerden kannst du die Dosis für 4–6 Wochen verdoppeln, am besten in Absprache mit dem Tierarzt. Vorsicht: Mehr als 2000 mg pro 10 kg können zu dünnem Stuhlgang führen.

Was passiert bei falscher Balance?

Zu viel Omega-6 ohne genug Omega-3 fördert unterschwellige Entzündungen. Dein Hund kratzt sich mehr, heilt langsamer und neigt zu Allergien. Umgekehrt: Eine reine Omega-3-Gabe ohne Omega-6 stört die Blutgerinnung.

Fertigfutter aus dem Supermarkt weist oft ein Verhältnis von 20:1 oder schlechter auf. Nachjustieren mit EPA/DHA-reichen Ölen hilft dann weiter. Leinöl allein reicht nicht, dein Hund kann ALA schlecht in EPA und DHA umwandeln.

Welche Öle sind geeignet?

Fischöl schlägt alle pflanzlichen Alternativen. Lachsöl, Heringsöl oder Algenöl liefern EPA und DHA direkt. Ein Teelöffel hochwertiges Lachsöl pro 10 kg Körpergewicht reicht meist.

Leinöl kann Fischöl ergänzen, aber nicht ersetzen. Es enthält nur ALA, davon schafft dein Hund maximal 5 % Umwandlung zu EPA/DHA. Hanföl oder Walnussöl funktionieren ähnlich begrenzt.