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Essenzielle Fettsäuren

Essenzielle Fettsäuren sind Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, die der Hundekörper nicht selbst bilden kann und deshalb über das Futter aufnehmen muss.

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Essenzielle Fettsäuren
Inhalt
  1. Welche essenziellen Fettsäuren benötigt mein Hund?
  2. Wie erkenne ich einen Mangel?
  3. Welche Dosierung ist richtig?
  4. Was passiert bei falscher Balance?
  5. Welche Öle sind geeignet?

Welche essenziellen Fettsäuren benötigt mein Hund?

Dein Hund benötigt zwei Arten: Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) für Fell, Gelenke und Entzündungshemmung, plus Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) für Zellaufbau und Immunsystem. Das Verhältnis zwischen beiden entscheidet darüber, ob dein Hund profitiert oder ob Entzündungen gefördert werden.

Wie erkenne ich einen Mangel?

Stumpfes, glanzloses Fell ist das erste Anzeichen. Dazu kommen schuppige Haut, häufige Ohrenentzündungen oder übermässiges Kratzen ohne erkennbare Parasiten. Bei älteren Hunden verschlechtern sich die Gelenke oft schneller als nötig.

Ein Hund mit ausgeglichenem Fettsäure-Status hat glänzendes Fell, das sich geschmeidig anfühlt. Die Haut ist elastisch, ohne trockene Stellen oder Rötungen.

Welche Dosierung ist richtig?

Wie viel EPA und DHA sinnvoll sind, hängt vom Hund und vom Präparat ab, und vor allem vom Etikett: Wie viel davon tatsächlich in einem Löffel Öl steckt, unterscheidet sich je nach Produkt erheblich. Die passende Menge für deinen Hund klärst du am besten mit der Tierarztpraxis oder einer Ernährungsberatung.

Bei akuten Haut- oder Gelenkbeschwerden kann die Tierarztpraxis die Menge vorübergehend anpassen und den Verlauf im Blick behalten, eigenmächtig aufzustocken bringt dagegen vor allem Nebenwirkungen.

Vorsicht: Zu grosse Mengen können zu dünnem Stuhlgang führen. Die Obergrenze auf der Packung ist kein Richtwert zum Ausreizen – im Zweifel lieber nachfragen als aufstocken.

Was passiert bei falscher Balance?

Ein starkes Ungleichgewicht zugunsten von Omega-6 gilt als entzündungsfördernd – Haut und Fell können darunter leiden. Dass ein Omega-6-Überschuss Allergien auslöst oder Wunden langsamer heilen lässt, ist nicht belegt. In Studien an Hunden veränderten Omega-3-Fettsäuren die Funktion der Blutplättchen nicht durchgehend und nicht in klinisch bedeutsamem Mass (Lenox und Bauer 2013). Die Dosierung sprichst du mit der Tierarztpraxis ab.

Leinöl allein reicht nicht, dein Hund kann ALA schlecht in EPA und DHA umwandeln.

Welche Öle sind geeignet?

Fischöl schlägt alle pflanzlichen Alternativen. Lachsöl, Heringsöl oder Algenöl liefern EPA und DHA direkt. Wie viel davon nötig ist, richtet sich nach dem ausgewiesenen EPA- und DHA-Gehalt des jeweiligen Öls, nicht nach der Löffelmenge.

Leinöl kann Fischöl ergänzen, aber nicht ersetzen.