Entwurmung
Eine Entwurmung ist die medikamentöse Behandlung eines Hundes mit Anthelminthika, um vorhandene Würmer abzutöten – sie verhindert keine neuen Infektionen.
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Eine Entwurmung ist die medikamentöse Behandlung eines Hundes mit Anthelminthika, um vorhandene Würmer abzutöten – sie verhindert keine neuen Infektionen.
Anders als Impfungen wirken Entwurmungsmittel nur gegen bereits vorhandene Würmer im Körper. Nach der Behandlung kann sich dein Hund sofort wieder infizieren. Die meisten Tierärzte empfehlen deshalb regelmässige Wiederholungen – je nach Lebensumständen des Hundes alle 3 bis 6 Monate.
Welche Wurmarten befallen Hunde in Deutschland?
Spulwürmer sind die häufigsten Parasiten bei Welpen und Junghunden. Hakenwürmer befallen besonders Hunde, die viel im Freien laufen. Bandwürmer übertragen sich über Flöhe oder rohes Fleisch.
Der Fuchsbandwurm kommt in bestimmten Regionen Deutschlands vor und kann auch Menschen befallen. Deshalb ist bei Hunden mit Freilauf eine Entwurmung gegen Bandwürmer besonders relevant.
Wie werden Entwurmungsmittel richtig angewendet?
Tabletten gibst du am besten mit dem Futter oder steckst sie tief in den Rachen des Hundes. Pasten lassen sich über das Futter mischen. Spot-On-Präparate trägst du auf die Haut zwischen den Schulterblättern auf.
Die meisten Mittel wirken einmalig. Gegen Spulwürmer bei Welpen ist manchmal eine zweite Gabe nach 14 Tagen nötig, da die Mittel nur ausgewachsene Würmer töten – nicht die wandernden Larven.
Wie oft muss ein erwachsener Hund entwurmt werden?
Ein Hund ohne Freilauf und mit kommerziellem Futter: alle 6 Monate. Ein Hund mit unbeaufsichtigtem Auslauf: alle 3 Monate. Ein Hund, der jagt oder rohes Fleisch frisst: monatlich bis alle 6 Wochen.
Diese Empfehlungen stammen von der ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) und werden von den meisten deutschen Tierärzten übernommen. Eine Kotuntersuchung alle 3-4 Monate ist eine Alternative zur vorbeugenden Entwurmung.
Welche Wirkstoffe gibt es und gegen was wirken sie?
Fenbendazol und Flubendazol töten Spul- und Hakenwürmer ab. Praziquantel wirkt gegen alle Bandwurmarten. Milbemycinoxim bekämpft Spul- und Hakenwürmer plus bestimmte Bandwürmer.
Kombinationspräparate enthalten meist mehrere Wirkstoffe und decken ein breiteres Spektrum ab. Sie kosten mehr, ersparen aber separate Behandlungen gegen verschiedene Wurmarten.
Was kostet eine Entwurmung beim Hund?
Eine Entwurmung kostet je nach Präparat und Hundegrösse zwischen 8 und 25 Euro. Kombinationspräparate sind teurer als Einzelwirkstoffe. Eine Kotuntersuchung kostet etwa 15-25 Euro pro Probe.
Bei vier Entwurmungen pro Jahr entstehen Kosten von 32-100 Euro. Bei der Kotuntersuchungs-Alternative zahlst du nur bei positivem Befund für das Medikament.
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