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Engelstrompete

2 Min Lesezeit
Engelstrompete Bild: Wikimedia Commons – Brugmansia suaveolens-flower-yercaud-salem-India.jpg von Yercaud-elango · CC BY-SA 4.0
Definition

Die Engelstrompete (Brugmansia) ist ein Nachtschattengewächs, das in allen Pflanzenteilen Tropanalkaloide enthält und als stark giftig eingestuft ist.

Inhalt
  1. Die Engelstrompete ist für Hunde giftig
  2. Woran du sie erkennst
  3. Warum die Engelstrompete gefährlich ist
  4. Erste Hilfe bei Verdacht
  5. Auf der Terrasse

Die Engelstrompete ist für Hunde giftig

Die Engelstrompete (Brugmansia) enthält in allen Pflanzenteilen Tropanalkaloide wie Scopolamin und Hyoscyamin und gilt als stark giftig. Blüten, Blätter, Samen und Wurzel tragen den Wirkstoff. Weil sie als Kübelpflanze auf Bodenhöhe steht, ist der Weg zum Hund kurz.

Woran du sie erkennst

Eine Kübelpflanze mit grossen, hängenden Trompetenblüten in Weiss, Gelb, Apricot oder Rosa, lange, hängende, trichterförmige Blüten und abends stark duftend. Sie steht auf Terrassen, vor Hauseingängen und in Wintergärten. Die Blüten fallen ab und liegen dann in Hundehöhe, das ist der häufigste Aufnahmeweg.

Warum die Engelstrompete gefährlich ist

Die Alkaloide blockieren einen Teil des vegetativen Nervensystems. Der Hund wird trocken, schnell und unruhig, bevor er benommen wird. Der Wechsel von Erregung zu Apathie ist typisch und wird leicht als Beruhigung fehlgedeutet, dabei ist es das Fortschreiten der Vergiftung.

Symptome einer Vergiftung

  • Weit gestellte Pupillen
  • Trockenes Maul, Schluckbeschwerden
  • Sehr schneller Herzschlag
  • Unruhe, Erregung, Orientierungslosigkeit
  • Danach Benommenheit, Taumeln, Bewusstseinstrübung
  • Krampfanfälle in schweren Fällen

Die dokumentierten Symptome sind anticholinerg. Belastbare Dosisangaben für den Hund gibt es nicht, deshalb gilt jeder Verdacht als Notfall.

Erste Hilfe bei Verdacht

  • Pflanzenreste entfernen und sichern
  • Sofort die Tierarztpraxis anrufen
  • Reizarme Umgebung: gedämpftes Licht, wenig Geräusch
  • Kein Erbrechen selbst auslösen, dafür gibt es kein sicheres Hausmittel, und erbrochenes Material kann in die Lunge geraten

Sofort zum Tierarzt, wenn

  • der Hund an Blüten oder Blättern gekaut hat
  • die Pupillen weit sind und kaum reagieren
  • er unruhig ist und der Puls rast
  • er benommen wirkt oder die Orientierung verliert

Auf der Terrasse

Abgefallene Blüten täglich aufsammeln, sie sind gross, weich und für manche Hunde interessant zum Zerlegen. Beim Umtopfen und Zurückschneiden gilt: Schnittgut sofort entsorgen, nicht liegen lassen.