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Endoskopische Kastration der Hündin

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Endoskopische Kastration der Hündin
Definition

Die endoskopische Kastration der Hündin ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren zur Entfernung der Eierstöcke über zwei bis drei kleine Schnitte von 0,5 bis 1 Zentimeter Länge.

Inhalt
  1. Wie läuft die endoskopische Kastration ab?
  2. Was kostet eine endoskopische Kastration?
  3. Heilt eine endoskopische Kastration schneller?
  4. Welche Nachteile hat das Verfahren?
  5. Für welche Hündinnen ist die Methode geeignet?

Die endoskopische Kastration der Hündin ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren zur Entfernung der Eierstöcke über zwei bis drei kleine Schnitte von 0,5 bis 1 Zentimeter Länge.

Wie läuft die endoskopische Kastration ab?

Der Tierarzt macht zwei kleine Schnitte in die Bauchwand deiner Hündin. Durch den ersten Schnitt führt er ein Endoskop mit Kamera ein, durch den zweiten die Operationsinstrumente. Die Kamera überträgt das Operationsfeld vergrössert auf einen Monitor.

Der Eingriff dauert etwa 30 bis 45 Minuten – vergleichbar mit der offenen Kastration. Die Eierstöcke werden mit einem Elektrokoagulationsgerät verschlossen und entfernt. Die Gebärmutter bleibt bei diesem Verfahren im Körper.

Was kostet eine endoskopische Kastration?

Die Kosten liegen zwischen 800 und 1.200 Euro und damit etwa 200 bis 400 Euro über der klassischen Kastration. Der Preisunterschied entsteht durch die aufwendigere Technik und längere Operationsvorbereitung.

Private Krankenversicherungen für Hunde übernehmen die Kosten meist anteilig. Eine Nachfrage vor dem Eingriff lohnt sich.

Heilt eine endoskopische Kastration schneller?

Ja, die Heilung verkürzt sich um etwa die Hälfte. Statt der üblichen 10 bis 14 Tage bei der offenen Kastration sind die meisten Hündinnen nach 7 bis 10 Tagen wieder normal belastbar.

Die kleinen Schnitte verheilen mit weniger Narbengewebe. Das Infektionsrisiko sinkt, weil weniger Gewebe verletzt wird.

Welche Nachteile hat das Verfahren?

Die Gebärmutter bleibt im Körper – theoretisch können sich dort später Entzündungen entwickeln. Dieses Risiko ist aber sehr gering, da die hormonelle Stimulation durch die entfernten Eierstöcke wegfällt.

Nicht jeder Tierarzt beherrscht die Technik. Die endoskopische Ausrüstung ist teuer – entsprechend bieten vor allem Kliniken und spezialisierte Praxen das Verfahren an.

Bei Komplikationen während der Operation muss der Tierarzt manchmal auf die offene Methode wechseln. Das passiert in etwa 2 bis 5 Prozent der Fälle.

Für welche Hündinnen ist die Methode geeignet?

Grundsätzlich für alle gesunden Hündinnen ab einem Gewicht von etwa 8 Kilogramm. Bei sehr kleinen Hunden wird der Bauchraum zu eng für die Instrumente.

Übergewichtige Hündinnen profitieren besonders, da der grosse Bauchschnitt bei der klassischen Methode bei ihnen schwerer heilt.