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Endoskopische Kastration der Hündin

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Endoskopische Kastration der Hündin
Definition

Die endoskopische Kastration der Hündin ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren zur Entfernung der Eierstöcke über zwei bis drei kleine Schnitte von 0,5 bis 1 Zentimeter Länge.

Inhalt
  1. Wie läuft die endoskopische Kastration ab?
  2. Was kostet eine endoskopische Kastration?
  3. Heilt eine endoskopische Kastration schneller?
  4. Welche Nachteile hat das Verfahren?
  5. Für welche Hündinnen ist die Methode geeignet?

Die endoskopische Kastration der Hündin ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren zur Entfernung der Eierstöcke über zwei bis drei kleine Schnitte von 0,5 bis 1 Zentimeter Länge.

Wie läuft die endoskopische Kastration ab?

Der Tierarzt macht zwei kleine Schnitte in die Bauchwand deiner Hündin. Durch den ersten Schnitt führt er ein Endoskop mit Kamera ein, durch den zweiten die Operationsinstrumente. Die Kamera überträgt das Operationsfeld vergrössert auf einen Monitor.

Wie lange der Eingriff dauert, hängt stark von Technik und Routine des Teams ab; publizierte Werte reichen von rund 18 bis über 100 Minuten. Die Eierstöcke werden mit einem Elektrokoagulationsgerät verschlossen und entfernt. Die Gebärmutter bleibt bei diesem Verfahren im Körper – das erhöht das Risiko einer Gebärmuttervereiterung nicht, weil diese vom Eierstockhormon Progesteron abhängt.

Was kostet eine endoskopische Kastration?

Die Kosten liegen zwischen 800 und 1.200 Euro und damit etwa 200 bis 400 Euro über der klassischen Kastration. Der Preisunterschied entsteht durch die aufwendigere Technik und längere Operationsvorbereitung.

Private Krankenversicherungen für Hunde übernehmen die Kosten meist anteilig. Eine Nachfrage vor dem Eingriff lohnt sich.

Heilt eine endoskopische Kastration schneller?

Die Schonzeit ist kürzer – eine belastbare Zahl dafür gibt es allerdings nicht: Kontrollierte Studien messen Aktivität und Schmerz über Stunden bis wenige Tage, nicht die Tage bis zur vollen Belastbarkeit. Kliniken empfehlen nach der offenen Kastration je nach Haus eine bis drei Wochen Leinenzwang, nach der endoskopischen wenige Tage. Massgeblich ist die Vorgabe der operierenden Klinik.

Die kleinen Schnitte verheilen mit weniger Narbengewebe. Das Infektionsrisiko sinkt, weil weniger Gewebe verletzt wird.

Welche Nachteile hat das Verfahren?

Die Gebärmutter bleibt im Körper – theoretisch können sich dort später Entzündungen entwickeln. Dieses Risiko ist aber sehr gering, da die hormonelle Stimulation durch die entfernten Eierstöcke wegfällt.

Nicht jeder Tierarzt beherrscht die Technik. Die endoskopische Ausrüstung ist teuer – entsprechend bieten vor allem Kliniken und spezialisierte Praxen das Verfahren an.

Bei Komplikationen während der Operation muss der Tierarzt manchmal auf die offene Methode wechseln. Nötig ist das bei der planbaren Kastration selten: In einer Serie von 161 Eingriffen war kein einziger Umstieg erforderlich.

Für welche Hündinnen ist die Methode geeignet?

Grundsätzlich für alle gesunden Hündinnen. Eine allgemein gültige Gewichtsgrenze gibt es nicht – publiziert sind endoskopische Kastrationen auch bei Hündinnen unter fünf Kilogramm; einzelne Kliniken setzen aus praktischen Gründen eine eigene Untergrenze, teils bei 8 Kilogramm, weil der Bauchraum sonst zu eng für die Instrumente wird.

Übergewichtige Hündinnen profitieren besonders, da der grosse Bauchschnitt bei der klassischen Methode bei ihnen schwerer heilt.