Elektroenzephalografie
Das Elektroenzephalogramm (EEG) misst die elektrischen Ströme im Hundegehirn über Elektroden, die am Kopf angebracht werden.
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Das Elektroenzephalogramm (EEG) misst die elektrischen Ströme im Hundegehirn über Elektroden, die am Kopf angebracht werden.
Bei Hunden kommt diese Untersuchung vor allem dann zum Einsatz, wenn der Verdacht auf Epilepsie, einen Gehirntumor oder andere neurologische Erkrankungen besteht. Ein EEG allein kann diese Diagnosen jedoch nicht stellen – es zeigt lediglich, ob und wo die Gehirnaktivität verändert ist.
Wie läuft ein EEG beim Hund ab?
Dein Hund erhält mehrere kleine Elektroden am Kopf angebracht, meist nach einer leichten Sedierung. Die Elektroden messen die Gehirnströme rund 20 bis 30 Minuten lang.
Bei Hunden mit kräftiger Kaumuskulatur – etwa Rottweiler oder Mastiffs – können die Muskeln die Messung stören. Der Tierarzt muss die Elektroden dann besonders sorgfältig platzieren oder eine stärkere Beruhigung wählen.
Die Sedierung verändert die Gehirnströme, was der Tierarzt bei der Auswertung berücksichtigt. Ohne Beruhigung bleibt kaum ein Hund die nötige Zeit ruhig liegen.
Bei welchen Symptomen wird ein EEG gemacht?
Ein EEG kommt infrage, wenn dein Hund krampft, das Bewusstsein verliert oder sich neurologisch auffällig verhält.
Konkret bei Verdacht auf:
- Epilepsie (häufigster Grund)
- Gehirnentzündung nach Zeckenbissen
- Gehirntumoren bei älteren Hunden
- Schädel-Hirn-Trauma nach Unfällen
- Vergiftungen mit neurologischen Folgen
Das EEG unterscheidet zwischen lokalen Problemen (nur ein Gehirnbereich betroffen) und diffusen Störungen (das gesamte Gehirn betreffend). Der Befund lenkt die weitere Diagnostik in die richtige Richtung.
Was kostet ein EEG beim Hund?
In Deutschland liegen die Kosten bei 200 bis 400 Euro, je nach Praxis und ob eine Sedierung nötig ist. Die meisten Tierkrankenversicherungen übernehmen das EEG bei medizinischer Notwendigkeit.
Nicht jede Tierarztpraxis bietet EEGs an. Spezialisierte Tierkliniken oder Neurologen sind in der Regel die ersten Anlaufstellen.
Ist ein EEG für den Hund gefährlich?
Das EEG selbst ist völlig ungefährlich – es werden nur Ströme gemessen, nicht erzeugt. Einzig die Sedierung birgt die üblichen Narkoserisiken, die bei gesunden Hunden sehr gering sind.
Nach der Untersuchung ist dein Hund meist noch etwas benommen, kann aber in der Regel noch am selben Tag nach Hause.
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