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Duftmarken

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Duftmarken
Definition

Duftmarken sind Geruchsspuren aus Urin, Kot oder Drüsensekreten, über die Hunde komplexe Informationen wie Geschlecht, Alter, Fortpflanzungsstatus und Gemütslage übertragen.

Inhalt
  1. Warum schnüffelt mein Hund so intensiv an bestimmten Stellen?
  2. Wann wird Markieren zum Problem?
  3. Wie trainiere ich das Markieren ab?
  4. Was bedeuten verschiedene Markierarten?

Warum schnüffelt mein Hund so intensiv an bestimmten Stellen?

Dein Hund liest dabei eine Art Zeitung der Nachbarschaft. Eine einzige Urinmarkierung verrät ihm das Geschlecht, das ungefähre Alter, den Fortpflanzungsstatus und sogar die Gemütslage des Verursachers. Der Geruchssinn von Hunden ist rund 10.000- bis 100.000-mal feiner als der des Menschen – sie nehmen Informationen wahr, die für uns vollständig unsichtbar bleiben.

Das Jacobsonsche Organ, ein zusätzliches Riechorgan im Gaumen, erlaubt es Hunden, chemische Botschaften besonders intensiv zu analysieren. Deshalb siehst du manchmal, wie dein Hund nach dem Schnüffeln mit offenem Maul „kaut“ – er verarbeitet die Geruchsinformationen.

Wann wird Markieren zum Problem?

Markieren ist normal – aber nicht überall. Ein Rüde hebt typischerweise ab der Geschlechtsreife das Bein, eine Hündin markiert meist durch Hinhocken. Problematisch wird es erst, wenn dein Hund in der Wohnung markiert oder bei jedem Spaziergang alle zwei Meter stehenbleibt.

Ein Hund, der plötzlich in der Wohnung zu markieren beginnt, zeigt oft Stress oder Unsicherheit. Auslöser können ein neues Haustier, ein Umzug oder Veränderungen im Tagesablauf sein. Medizinische Ursachen wie eine Blasenentzündung sollten tierärztlich ausgeschlossen werden.

Wie trainiere ich das Markieren ab?

Ignoriere das Verhalten draussen nicht – leite es um. Lass deinen Hund drei oder vier Markierstellen pro Spaziergang zu, aber du bestimmst die Stellen. Das Kommando „Weiter“ nach 30 Sekunden Schnüffelzeit setzt eine klare Grenze.

Bei Wohnungsmarkierern hilft die Leinentechnik: Dein Hund bleibt drei Wochen lang auch drinnen an der kurzen Leine bei dir. So siehst du Ansätze zum Markieren sofort und kannst umleiten. Erwischst du ihn dabei, unterbrichst du mit einem neutralen „Nein“ und bringst ihn sofort nach draussen.

Bereits markierte Stellen in der Wohnung reinigst du gründlich mit Enzymreiniger. Normale Haushaltsreiniger überdecken den Geruch nur für unsere Nasen – für Hundenasen nicht.

Was bedeuten verschiedene Markierarten?

Die Urinmarkierung ist die häufigste Form: kleine Mengen an exponierten Stellen wie Türpfosten oder Büschen. Kotmarkierungen kommen seltener vor und signalisieren meist territoriale Ansprüche oder Dominanzverhalten gegenüber anderen Hunden.

Scharren nach dem Markieren verstärkt die Botschaft über Duftdrüsen an den Pfoten. Manche Hunde markieren auch durch Reiben des Körpers an Gegenständen – dabei werden Sekrete der Analdrüsen übertragen.