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Check-up

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Check-up
Definition

Ein Check-up beim Hund ist eine systematische tierärztliche Untersuchung zur Früherkennung von Krankheiten und Überwachung des Gesundheitszustands.

Inhalt
  1. Was passiert beim Check-up eigentlich genau?
  2. Wie oft ist oft genug?
  3. Was kostet das – in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
  4. Alte Hunde: Was ändert sich ab sieben Jahren?

Was passiert beim Check-up eigentlich genau?

Zuerst reden. Der Tierarzt fragt, was sich seit dem letzten Besuch verändert hat – schläft der Hund mehr? Frisst er weniger? Hat er komisch gebrummt, wenn man ihn am Bauch berührt? Diese Anamnese ist kein Smalltalk, sondern oft der entscheidende Hinweis. Danach kommt die körperliche Untersuchung: Stethoskop an Herz und Lunge, Hände in den Bauch, Lymphknoten ertasten, Ohren, Augen und Maul unter die Lupe nehmen.

Besonders aufschlussreich ist die Zahnkontrolle – und erschreckend oft wird sie unterschätzt. Gelbe Ablagerungen an den Backenzähnen können auf beginnenden Zahnstein hinweisen, rotes Zahnfleisch deutet auf eine Entzündung hin. Kein Kleinkram: Unbehandelte Zahnprobleme belasten Herz und Nieren langfristig. Dann das Gewicht: Der Tierarzt tastet die Rippen ab – sie sollen fühlbar sein, aber nicht herausstechen wie Xylophon-Stäbe.

Wenn der Tierarzt ein ungutes Gefühl hat, folgen Zusatzuntersuchungen. Ein grosses Blutbild kostet in Deutschland rund 40 bis 60 Euro und kann Hinweise auf Leber-, Nieren- oder Schilddrüsenprobleme liefern. Röntgen gibt es dagegen nicht auf Vorrat – das wird nur bei konkretem Verdacht gemacht, etwa wenn der Hund beim Aufstehen hinkt.

Wie oft ist oft genug?

Bei Welpen geht es Schlag auf Schlag: Zwischen der 8. und 16. Lebenswoche kommen sie alle drei bis vier Wochen in die Praxis. Jeder Termin beinhaltet eine kurze Untersuchung, im Mittelpunkt stehen aber die Grundimmunisierung und die Gewichtskurve.

Gesunde erwachsene Hunde zwischen einem und sechs Jahren kommen einmal im Jahr. Ausnahmen sind Tiere mit Diabetes, Epilepsie oder anderen chronischen Erkrankungen – die sollte man alle drei bis sechs Monate vorstellen. Ab dem siebten Lebensjahr empfehlen die meisten Tierärzte halbjährliche Kontrollen, weil viele altersbedingte Erkrankungen genau in dieser Phase beginnen – still und ohne grosse Vorwarnung.

Wie still, zeigt dieses Beispiel: Ein acht Jahre alter Labrador, fit, fröhlich, keine Beschwerden. Bei der Routinekontrolle: erhöhte Nierenwerte im Blut. Früh genug entdeckt, um mit einer Diätumstellung und Medikamenten gegenzusteuern – lange bevor es ernst geworden wäre.

Was kostet das – in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Die reine Grunduntersuchung schlägt in Deutschland mit 25 bis 45 Euro zu Buche, in Österreich mit 30 bis 50 Euro, in der Schweiz mit 60 bis 90 Franken. Impfungen kommen einzeln dazu: circa 15 bis 25 Euro pro Dosis, eine Kotuntersuchung auf Wurmbefall rund 15 bis 20 Euro.

Ein vollständiger Senior-Check-up mit Blutbild und Urintest kostet in Deutschland etwa 80 bis 120 Euro. Schweizer Praxen verlangen für dieselben Untersuchungen meist 150 bis 200 Franken. Röntgenaufnahmen liegen in Deutschland und Österreich bei 40 bis 80 Euro, in der Schweiz bei 80 bis 150 Franken.

Alte Hunde: Was ändert sich ab sieben Jahren?

Der Fokus verschiebt sich. Steife erste Schritte nach dem Aufstehen, zögerliches Treppensteigen – das sind frühe Zeichen für Arthrose, und der Tierarzt schaut jetzt gezielt darauf. Auch die Augen: Trübungen in der Linse können auf beginnenden grauen Star hindeuten.

Das Herz bekommt mehr Aufmerksamkeit. Herzgeräusche kommen bei älteren Hunden häufiger vor – ein leises Rauschen bedeutet nicht sofort Alarm, muss aber beobachtet werden. Blutdruckmessungen folgen bei Verdacht auf Herz-Kreislauf-Probleme, wobei das Gerät bei nervösen Hunden manchmal mehrere Anläufe braucht. Kennt jeder, der schon mal einen aufgeregten Hund auf dem Untersuchungstisch hatte.

Ab zehn Jahren empfehlen viele Tierärzte jährliche Röntgenaufnahmen des Brustkorbs – um Herzvergrösserungen oder Tumore zu entdecken, solange noch etwas zu machen ist. Das kostet Geld, keine Frage. Aber wer einmal erlebt hat, wie anders eine Diagnose aussieht, wenn man früh dran ist, statt erst zu handeln, wenn der Hund akute Symptome zeigt, der sieht das anders.