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Bullaosteotomie

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Bullaosteotomie
Definition

Die Bullaosteotomie ist eine operative Öffnung der Bulla tympanica – einer knöchernen Hohlkammer im Mittelohr des Hundes – zur Behandlung chronischer Mittelohrentzündungen.

Inhalt
  1. Wann wird eine Bullaosteotomie durchgeführt?
  2. Wie läuft der operative Eingriff ab?
  3. Welche Erfolgsraten hat die Operation?
  4. Welche Komplikationen sind möglich?
  5. Was muss bei der Nachsorge beachtet werden?

Die Bullaosteotomie ist eine operative Öffnung der Bulla tympanica – einer knöchernen Hohlkammer im Mittelohr des Hundes – zur Behandlung chronischer Mittelohrentzündungen.

Wann wird eine Bullaosteotomie durchgeführt?

Der Eingriff kommt bei therapieresistenter Otitis media zum Einsatz, wenn konservative Behandlungen über 6–8 Wochen versagt haben. Typische Anzeichen: Der Hund hält den Kopf schief, zeigt Gleichgewichtsstörungen oder kratzt exzessiv am betroffenen Ohr.

Bei Cholesteatomen – gutartigen Gewebewucherungen im Mittelohr – ist die Bullaosteotomie oft die einzige wirksame Therapie.

Wie läuft der operative Eingriff ab?

Der Tierarzt führt den Eingriff unter Vollnarkose durch. Über einen Hautschnitt hinter dem Ohr verschafft er sich Zugang zur Bulla tympanica und öffnet diese mit speziellen Bohrern oder Sägen.

Das erkrankte Gewebe wird vollständig entfernt, die Hohlkammer gründlich gespült. Der Eingriff dauert meist 45–90 Minuten, je nach Schweregrad der Erkrankung.

Welche Erfolgsraten hat die Operation?

Studien zeigen Erfolgsraten von 80–90% bei bakteriellen Mittelohrentzündungen. Bei Cholesteatomen liegt die Erfolgsrate etwas niedriger, da Rezidive auftreten können.

Das Hörvermögen bleibt in den meisten Fällen erhalten, kann aber temporär beeinträchtigt sein.

Welche Komplikationen sind möglich?

Nervenschädigungen treten bei etwa 5% der Eingriffe auf und können zu dauerhafter Gesichtslähmung führen. Horner-Syndrom – ein hängendes Augenlid – entwickelt sich bei 10–15% der Patienten, bildet sich aber meist zurück.

Infektionen der Operationswunde sind selten, da der Bereich gut durchblutet ist.

Was muss bei der Nachsorge beachtet werden?

Die ersten 48 Stunden nach dem Eingriff sind entscheidend. Der Hund erhält Schmerzmittel und oft Antibiotika für 10–14 Tage.

Kopfschütteln und Kratzen am Ohr müssen verhindert werden – meist durch einen Halskragen. Die Nahtentfernung erfolgt nach 10–12 Tagen.

Kontrolluntersuchungen sind nach 2 Wochen, 6 Wochen und 3 Monaten üblich, um den Heilungsverlauf zu überwachen.