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Blumenkohl

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Blumenkohl
Definition

Blumenkohl ist ein Kreuzblütler-Gemüse, das Hunde in kleinen Mengen fressen dürfen – aber nur gekocht und ohne Gewürze.

Inhalt
  1. Welche Nährstoffe liefert Blumenkohl dem Hund?
  2. Wie viel Blumenkohl darf mein Hund fressen?
  3. Wie bereite ich Blumenkohl für den Hund zu?
  4. Welche Hunde sollten keinen Blumenkohl bekommen?
  5. Was passiert bei einer Überdosierung?

Blumenkohl gehört zu den Kreuzblütlern – und ja, Hunde dürfen ihn fressen. Allerdings nur in kleinen Mengen, gegart und ohne jegliche Würze. Roh vom Strunk klauen ist keine gute Idee, auch wenn mancher Hund das anders sieht.

Der Haken: Blumenkohl enthält Glucosinolate. Wer davon zu viel füttert, riskiert eine Belastung der Schilddrüse. Für die meisten gesunden Hunde ist das Gemüse eine völlig vertretbare Beilage – ein unverzichtbares Superfood ist es aber nicht.

Welche Nährstoffe liefert Blumenkohl dem Hund?

Auf 100 Gramm kommen gerade mal 25 Kalorien, dazu 2 Gramm Protein und 5 Gramm Kohlenhydrate. Leichte Kost also.

Interessanter sind die Mikronährstoffe: Vitamin C (48 mg), Vitamin K (16 μg) und Folsäure (57 μg) pro 100 g können das Immunsystem ein Stück weit unterstützen. Kalium (299 mg) hilft beim Flüssigkeitshaushalt. Und die 2,5 Gramm Ballaststoffe fördern die Verdauung – bei empfindlichen Bäuchen können sie allerdings auch Blähungen auslösen. Das merkt man dann spätestens abends auf dem Sofa.

Einen akuten Vitamin-C-Mangel deckt Blumenkohl übrigens nicht ab: Hunde stellen dieses Vitamin selbst her. Der Blumenkohl-Anteil ist also wirklich nur eine Ergänzung, nicht mehr.

Wie viel Blumenkohl darf mein Hund fressen?

Als grobe Faustregel gilt: maximal 20 Gramm gekochter Blumenkohl pro 10 Kilogramm Körpergewicht, zwei- bis dreimal pro Woche.

Für einen 25-Kilo-Labrador wären das etwa 50 Gramm – ungefähr zwei bis drei mittelgrosse Röschen. Bei einem kleinen Terrier reicht dagegen ein einziges Röschen vollkommen aus.

Diese Menge hält die Glucosinolat-Aufnahme unter der kritischen Schwelle. Wer deutlich mehr verfüttert – besonders bei Hunden mit vorbestehenden Erkrankungen – riskiert Schilddrüsenprobleme.

Wie bereite ich Blumenkohl für den Hund zu?

Einfach die Röschen 8 bis 10 Minuten in ungesalzenem Wasser kochen, bis sie weich sind. Fertig.

Roh ist Blumenkohl für Hunde schwer verdaulich und kann Magenkrämpfe auslösen. Durch das Kochen brechen die Zellwände auf, die Nährstoffe werden besser verfügbar. Wer lieber dampfgart: Das funktioniert genauso gut, braucht aber 12 bis 15 Minuten.

Die Stücke sollten klein genug sein, dass der Hund sie nicht einfach runterschluckt. Grosse Hunde vertragen mundgerechte Würfel, kleine Rassen bekommen das Gemüse am besten püriert oder fein gehackt.

Wichtig: Kein Salz, keine Butter, keine Gewürze. Knoblauch und Zwiebeln sind für Hunde giftig – das gilt auch in kleinsten Mengen.

Welche Hunde sollten keinen Blumenkohl bekommen?

Hunde mit Schilddrüsenunterfunktion oder diagnostizierter Hypothyreose sollten Blumenkohl grundsätzlich meiden. Die Glucosinolate können eine ohnehin geschwächte Schilddrüsenfunktion weiter beeinträchtigen. Gleiches gilt für Hunde, die bereits L-Thyroxin bekommen.

Auch bei chronischen Verdauungsproblemen oder Reizdarmsyndrom ist Vorsicht angebracht. Kreuzblütler werden von diesen Hunden oft schlecht vertragen – die Faserstoffe können Durchfall oder Blähungen verstärken.

Und bei Welpen unter sechs Monaten ist das Verdauungssystem schlicht noch nicht reif genug für schwer verdauliches Gemüse. Besser warten.

Was passiert bei einer Überdosierung?

Zu viel Blumenkohl macht sich meist innerhalb von 2 bis 6 Stunden bemerkbar: Blähungen, weicher Stuhl oder Magenkrämpfe sind die typischen Zeichen.

In den meisten Fällen klingen die Symptome nach 12 bis 24 Stunden wieder ab, wenn der Hund nur Wasser und sein gewohntes Futter bekommt. Bei anhaltendem Durchfall oder Erbrechen sollte aber ein Tierarzt ran.

Langfristig kann dauerhafter Kreuzblütler-Konsum in grossen Mengen die Jodaufnahme blockieren und zu einer Schilddrüsenvergrösserung führen. Aus der Praxis lässt sich aber sagen: Das passiert nicht nach einmal zu viel Blumenkohl – sondern erst bei täglichem Verzehr über mehrere Wochen.