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Blumenkohl

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Blumenkohl Bild: Wikimedia Commons – Brassica oleracea var. botrytis (Coliflor).jpg von Rjcastillo · CC BY-SA 4.0
Definition

Blumenkohl ist ein Kreuzblütler-Gemüse, das Hunde in kleinen Mengen fressen dürfen – aber nur gekocht und ohne Gewürze.

Inhalt
  1. Welche Nährstoffe liefert Blumenkohl dem Hund?
  2. Wie viel Blumenkohl darf mein Hund fressen?
  3. Wie bereite ich Blumenkohl für den Hund zu?
  4. Welche Hunde sollten keinen Blumenkohl bekommen?
  5. Was passiert bei einer Überdosierung?

Blumenkohl gehört zu den Kreuzblütlern – und ja, Hunde dürfen ihn fressen. Allerdings nur in kleinen Mengen, gegart und ohne jegliche Würze. Roh vom Strunk klauen ist keine gute Idee, auch wenn mancher Hund das anders sieht.

Blumenkohl enthält wie alle Kreuzblütler Glucosinolate. Eine Schwelle, ab der sie beim Hund die Schilddrüse belasten, ist nicht publiziert, darum bleibt Blumenkohl eine Beilage und keine Portion. Für die meisten gesunden Hunde ist das Gemüse eine völlig vertretbare Beilage – ein unverzichtbares Superfood ist es aber nicht.

Welche Nährstoffe liefert Blumenkohl dem Hund?

Auf 100 Gramm kommen gerade mal 25 Kalorien, dazu 2 Gramm Protein und 5 Gramm Kohlenhydrate. Leichte Kost also.

Interessanter sind die Mikronährstoffe: Vitamin C (48,2 mg), Vitamin K (15,5 µg) und Folsäure (57 µg) je 100 g können das Immunsystem ein Stück weit unterstützen. Kalium (299 mg) hilft beim Flüssigkeitshaushalt. Und die 2,0 Gramm Ballaststoffe je 100 Gramm fördern die Verdauung – bei empfindlichen Bäuchen können sie allerdings auch Blähungen auslösen. Das merkt man dann spätestens abends auf dem Sofa.

Einen akuten Vitamin-C-Mangel deckt Blumenkohl übrigens nicht ab: Hunde stellen dieses Vitamin selbst her. Der Blumenkohl-Anteil ist also wirklich nur eine Ergänzung, nicht mehr.

Wie viel Blumenkohl darf mein Hund fressen?

Als Beilage gedacht, nicht als Portion: eine kleine Menge gekochter Blumenkohl ab und zu, abgestimmt auf Grösse und Verdauung deines Hundes.

Aus der Praxis: Ein grosser Hund bekommt ein paar Röschen, bei einem kleinen Hund reicht ein einzelnes. Eine belastbare Mengenempfehlung für Hunde gibt es nicht.

Wie bereite ich Blumenkohl für den Hund zu?

Einfach die Röschen 8 bis 10 Minuten in ungesalzenem Wasser kochen, bis sie weich sind. Fertig.

Roh ist Blumenkohl für Hunde schwer verdaulich und kann Magenkrämpfe auslösen. Durch das Kochen brechen die Zellwände auf, die Nährstoffe werden besser verfügbar. Wer lieber dampfgart: Das funktioniert genauso gut, braucht aber 12 bis 15 Minuten.

Die Stücke sollten klein genug sein, dass der Hund sie nicht einfach runterschluckt. Grosse Hunde vertragen mundgerechte Würfel, kleine Rassen bekommen das Gemüse am besten püriert oder fein gehackt.

Wichtig: Kein Salz, keine Butter, keine Gewürze. Knoblauch und Zwiebeln gehören nicht dazu. Laut MSD Veterinary Manual führt beim Hund die Aufnahme von 15 bis 30 Gramm roher Zwiebel je Kilogramm Körpergewicht zu Krankheitszeichen, Katzen reagieren noch empfindlicher. Würze also grundsätzlich nichts.

Welche Hunde sollten keinen Blumenkohl bekommen?

Hunde mit Schilddrüsenunterfunktion oder diagnostizierter Hypothyreose sollten Blumenkohl grundsätzlich meiden. Die Glucosinolate können eine ohnehin geschwächte Schilddrüsenfunktion weiter beeinträchtigen. Gleiches gilt für Hunde, die bereits L-Thyroxin bekommen.

Auch bei chronischen Verdauungsproblemen oder Reizdarmsyndrom ist Vorsicht angebracht. Kreuzblütler werden von diesen Hunden oft schlecht vertragen – die Faserstoffe können Durchfall oder Blähungen verstärken.

Und bei Welpen unter sechs Monaten ist das Verdauungssystem schlicht noch nicht reif genug für schwer verdauliches Gemüse. Besser warten.

Was passiert bei einer Überdosierung?

Aus der Praxis: Zu viel Blumenkohl zeigt sich meist noch am selben Tag mit Blähungen, weichem Stuhl oder Magenkrämpfen und beruhigt sich in der Regel von allein. Bei anhaltendem Durchfall oder Erbrechen gehört der Hund zur Tierärztin.