Wiki · Gesundheit & Pflege

Autologes Plasma Hund

1 Min Lesezeit
Autologes Plasma Hund
Definition

Autologes Plasma ist Blutplasma, das aus dem eigenen Blut deines Hundes gewonnen und für therapeutische Zwecke aufbereitet wird.

Inhalt
  1. Welche Verfahren gibt es bei autologem Plasma?
  2. Wann kommt autologes Plasma zum Einsatz?
  3. Wie läuft die Behandlung ab?
  4. Was kostet die Behandlung?

Autologes Plasma ist Blutplasma, das aus dem eigenen Blut deines Hundes gewonnen und für therapeutische Zwecke aufbereitet wird. Der Begriff umfasst zwei unterschiedliche Verfahren: die klassische Plasmatransfusion bei Blutverlust und die moderne PRP-Therapie (plättchenreiches Plasma) für Heilungsprozesse.

Welche Verfahren gibt es bei autologem Plasma?

Bei der Plasmatransfusion wird Vollblut abgenommen und durch Zentrifugation getrennt. Das gewonnene Plasma ersetzt bei Operationen oder Traumata verlorenes Blutvolumen. Die PRP-Therapie konzentriert dagegen Blutplättchen und Wachstumsfaktoren für regenerative Behandlungen.

Wann kommt autologes Plasma zum Einsatz?

Plasmatransfusionen werden bei größeren Eingriffen eingesetzt, wenn Fremdblut-Risiken vermieden werden sollen. Typische Anwendung: Milzentfernung oder Tumorentfernung mit erwartetem Blutverlust über 20 Prozent des Körpergewichts.

PRP-Therapie findet bei Gelenkproblemen, Sehnenrissen und schwer heilenden Wunden Anwendung. Die konzentrierten Wachstumsfaktoren sollen Entzündungen reduzieren und Geweberegeneration beschleunigen.

Wie läuft die Behandlung ab?

Für beide Verfahren entnimmt der Tierarzt 10-60 ml Blut aus der Vene. Bei PRP wird das Blut zweimal zentrifugiert: erst zur Trennung der Blutkörperchen, dann zur Plättchenkonzentration. Das aufbereitete Plasma wird sofort verwendet oder maximal vier Stunden gekühlt gelagert.

Die Injektion erfolgt je nach Anwendung in Gelenke, Muskelgewebe oder direkt an Wundränder. Eine Behandlungsserie umfasst meist drei Sitzungen im Abstand von zwei Wochen.

Was kostet die Behandlung?

PRP-Behandlungen kosten je Sitzung zwischen 150-400 Euro, abhängig von Aufbereitungsverfahren und Injektionsaufwand. Plasmatransfusionen sind aufwändiger und kosten 300-800 Euro zusätzlich zur Operation.

Tierversicherungen übernehmen die Kosten meist nur bei medizinischer Notwendigkeit, nicht bei präventiven Gelenkbehandlungen. Eine Vorabklärung mit der Versicherung lohnt sich.