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Apfel

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Apfel Bild: Wikimedia Commons – Apfel 246.jpg von Bahnmoeller · CC BY-SA 3.0
Definition

Äpfel sind für Hunde in kleinen Mengen ein geeigneter Snack, der Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefert. Vor der Fütterung sollten Kerne und Kerngehäuse entfernt werden.

Inhalt
  1. Welche Nährstoffe liefert ein Apfel dem Hund?
  2. Wie viel Apfel verträgt ein Hund pro Tag?
  3. Sind Apfelkerne für Hunde gefährlich?
  4. Was passiert bei zu viel Apfel?

Äpfel sind für Hunde in kleinen Mengen ein geeigneter Snack. Sie liefern Ballaststoffe und verschiedene Pflanzenstoffe. Apfelkerne sollten jedoch entfernt werden, da sie Amygdalin enthalten, aus dem bei der Verdauung Blausäure entstehen kann.

Welche Nährstoffe liefert ein Apfel dem Hund?

Äpfel bestehen zu einem grossen Teil aus Wasser und enthalten vor allem Kohlenhydrate, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

Vitamin C ist ebenfalls enthalten, spielt bei gesunden Hunden aber meist keine entscheidende Rolle, da Hunde es selbst bilden können.

Wie viel Apfel verträgt ein Hund pro Tag?

Wie viel Apfel ein Hund verträgt, hängt von seiner Grösse, Ernährung und Verdauung ab. Kleine Mengen als gelegentlicher Snack sind für die meisten Hunde problemlos. Neue Lebensmittel sollten aber grundsätzlich immer schrittweise eingeführt werden.

Ein 10-Kilogramm-Hund sollte maximal 25 Gramm Apfel täglich bekommen. Das entspricht etwa zwei Schnitzen. Für einen 30-Kilogramm-Hund sind bis zu 75 Gramm (eine halbe kleine Frucht) vertretbar.

Zu hohe Mengen führen oft zu weichem Kot durch den hohen Ballaststoffgehalt.

Bei der ersten Gabe reicht ein kleines Stück. Reagiert der Hund mit Durchfall oder Blähungen, verträgt er die Ballaststoffmenge nicht.

Sind Apfelkerne für Hunde gefährlich?

Der Apfelkern-Aspekt wird im Internet meist dramatischer dargestellt, als er in der Praxis relevant ist. Ein einzelner verschluckter Kern ist für einen normalen Hund in der Regel kein Grund zur Panik. Problematisch wären eher grosse Mengen zerkauter Kerne.

Apfelkerne enthalten Amygdalin. Beim Zerkauen und Verdauen kann daraus Cyanid (Blausäure) entstehen. Cyanid kann die Sauerstoffversorgung der Zellen beeinträchtigen und ist in grösseren Mengen giftig.

Das Risiko hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: Entscheidend sind unter anderem die Anzahl der gefressenen Kerne, ob die Kerne zerbissen wurden und nicht zuletzt die Grösse des Hundes. Ein Hund, der versehentlich einen einzelnen Apfelkern verschluckt, muss deshalb in der Regel nicht in Panik versetzen.

Trotzdem sollten Äpfel für Hunde grundsätzlich ohne Kerngehäuse angeboten werden. Besonders wenn ein Hund regelmässig ganze Äpfel mit Kernen frisst oder grössere Mengen zerkauter Kerne aufnimmt, besteht ein vermeidbares Risiko.

Was passiert bei zu viel Apfel?

Zu viel Apfel führt zu Durchfall und Blähungen. Die unverdauten Ballaststoffe fermentieren im Dickdarm und produzieren Gas.

Ein ganzer grosser Apfel (200-300 Gramm) kann bei einem kleinen Hund bereits Verdauungsprobleme auslösen.

Die Beschwerden klingen glücklicherweise meist nach 24-48 Stunden ohne Behandlung ab.

Falls ein Hund allerdings zu viel Apfel und das auch noch inkl. Apfelkernen gefressen hat: Mögliche Anzeichen einer Cyanidvergiftung können unter anderem Atemprobleme, starkes Speicheln, Schwäche, Krämpfe oder eine auffällige Unruhe sein. Bei Verdacht auf eine grössere Aufnahme von Apfelkernen sollte ein Tierarzt kontaktiert werden.

Dürfen diabetische Hunde Äpfel fressen?

Äpfel enthalten natürlichen Zucker. Hunde mit Diabetes sollten nicht unbegrenzt Obst erhalten.

Kleine Mengen können je nach individuellem Fütterungsplan möglich sein und sollten mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmt werden.