Übung · Training & Erziehung

Richtungswechsel im Lauf

⏱ 10 Min
Zeitaufwand
10 Min
Hilfsmittel
Leine
Trainingsziel

Der Hund lernt, während des Laufens auf Richtungsänderungen zu reagieren und dabei aufmerksam zu bleiben.

Ziel: Dein Hund reagiert beim Laufen flexibel auf unvorhergesehene Richtungsänderungen – eine Grundlage für entspannte Spaziergänge und bessere Kommunikation.

Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Material: Standard-Leine (1,5-2m), kleine Leckerlis in der Jackentasche

Wie trainiere ich Richtungswechsel beim Laufen?

Schritt 1 (Woche 1-2): Lauft gemeinsam 20-30 Meter geradeaus. Ändere dann langsam die Richtung um etwa 45 Grad. Sage dabei ein kurzes „Mit mir!“ und belohne sofort, wenn dein Hund dir folgt – noch bevor die Leine straff wird.

Schritt 2 (Woche 3-4): Erhöhe die Winkel auf 90 Grad und reduziere die Vorankündigung. Belohne nur noch, wenn dein Hund ohne Leinenzug reagiert. Übe 5-10 Richtungswechsel pro Trainingseinheit.

Schritt 3 (ab Woche 5): Spontane 180-Grad-Wendungen und Tempowechsel. Dein Hund sollte jetzt auch bei mittlerem Lauftempo flüssig mitgehen.

Welche Belohnung funktioniert am besten?

Leckerlis direkt nach dem Richtungswechsel – aber nur für 2-3 Sekunden anhalten. Bei schnellen Reaktionen zusätzlich ein begeistertes „Super!“ Manche Hunde bevorzugen kurzes Spielen mit einem Taschentuch als Belohnung.

Was sind die häufigsten Trainingsmistakes?

Zu abrupte 180-Grad-Wendungen am ersten Tag verwirren jeden Hund. Beginne mit sanften Kurven. Zweiter Fehler: Belohnung erst geben, wenn die Leine schon zieht – dann trainierst du „Leine straff, dann Leckerli“.

Wie steigere ich den Schwierigkeitsgrad?

Erst verschiedene Untergründe: Asphalt, Kies, Wiese. Dann Ablenkungen wie andere Hunde in 30 Meter Entfernung. Zuletzt: Richtungswechsel während leichtem Joggen – aber nur wenn dein Hund körperlich fit ist.

Trainingszeit: 3-5 Minuten pro Einheit, täglich oder jeden zweiten Tag. Nach 4 Wochen regelmäßigen Trainings solltest du deutliche Verbesserungen sehen.

Sicherheitshinweis: Bei älteren Hunden oder Gelenkproblemen maximal sanfte Kurven trainieren – abrupte Wendungen belasten die Gelenke unnötig.

Was du brauchst

Leine