Seil springen
Der Hund lernt, auf Kommando über ein bewegtes Seil zu springen und dabei Timing und Koordination zu entwickeln.
Ist dein Hund bereit für Seilspringen?
Seilspringen eignet sich ab 12 Monaten, wenn die Wachstumsfugen geschlossen sind. Hunde über 7 Jahre oder mit Übergewicht solltest du vorher tierärztlich untersuchen lassen. Ein gesunder Hund mittlerer Grösse bringt die besten Voraussetzungen mit.
Wie wärmst du deinen Hund richtig auf?
Ohne Aufwärmen riskierst du Zerrungen. Beginne mit 5 Minuten lockerem Gehen, dann 2–3 Minuten Trab. Lass deinen Hund einige niedrige Hindernisse überspringen – ein Besenstiel zwischen zwei Stühlen reicht.
Teste die Sprungbereitschaft: Hält dein Hund ein Leckerli über seinem Kopf und springt er leicht hoch? Dann ist er aufgewärmt.
Welches Material benötigst du für den Einstieg?
Springseil: Ein handelsübliches Springseil, etwa 3 Meter lang
Leckerlis: Kleine, weiche Belohnungen
Rutschfeste Matte: Schützt die Gelenke auf hartem Boden
Backup-Person: Hilft beim Seilhalten in der Lernphase
Wie bringst du deinem Hund das Seilspringen bei?
Halte das Seil 20 cm über dem Boden – bewegungslos. Locke deinen Hund mit einem Leckerli auf die andere Seite. Sobald er drübersteigt, sagst du „Spring“ und belohnst.
Nach 5–10 erfolgreichen Überquerungen bewegst du das Seil langsam hin und her. Dein Hund muss lernen, den richtigen Moment abzupassen.
Steigere die Geschwindigkeit erst, wenn er 8 von 10 Sprüngen bei langsamer Bewegung schafft. Das dauert meist 3–4 Trainingseinheiten.
Was sind die häufigsten Trainingsfehler?
Zu schnell, zu hoch, zu lange. Viele Halter überschätzen die Kondition ihres Hundes. Maximal 10 Sprünge pro Trainingseinheit – mehr überfordert.
Auch das Seil zu hoch zu halten ist ein klassischer Anfängerfehler. 30 cm Höhe reicht zunächst auch für grosse Hunde. Die Sprungkraft entwickelt sich mit der Zeit.
Wie schonst du die Gelenke deines Hundes?
Trainiere nur jeden zweiten Tag. Die Gelenke benötigen Regeneration. Achte auf Anzeichen von Überlastung: Hecheln nach wenigen Sprüngen, Zögern vor dem Seil oder Lahmen nach dem Training.
Bei Hunden über 20 kg empfiehlt sich weicher Untergrund – Rasen oder spezielle Sportmatten. Harte Böden belasten die Gelenke erheblich.
Beende das Training, bevor dein Hund müde wird. Ein erschöpfter Hund springt unsauber und verletzt sich leichter.
Welche Variationen gibt es für Fortgeschrittene?
Sobald dein Hund 15 Sprünge in Folge schafft, kannst du variieren. Ändere die Seilgeschwindigkeit während des Springens oder integriere Richtungswechsel.
Fortgeschrittene Hunde schaffen es, bei konstant drehendem Seil ein- und auszusteigen. Das erfordert monatelanges Training.
Wann solltest du auf Seilspringen verzichten?
Bei Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie oder anderen Gelenkproblemen ist Seilspringen tabu. Auch trächtige Hündinnen und Welpen unter 12 Monaten gehören nicht ans Springseil.
Übergewichtige Hunde müssen erst abnehmen. Jedes Kilo Übergewicht belastet die Gelenke beim Springen um ein Vielfaches.
Was du brauchst
Springseil, hochwertige Leckerli