Schattenverfolgung
Der Hund lernt, Schatten zu verfolgen und zu untersuchen.
Ziel: Der Hund lernt, Schatten spielerisch zu verfolgen und zu untersuchen.
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Material: Taschenlampe oder Smartphone-Licht
Wann solltest du diese Übung NICHT machen?
Brich die Übung sofort ab, wenn dein Hund zwanghaft auf Schatten oder Lichtreflexe reagiert. Zeichen dafür: Er starrt stundenlang Wände an, jagt permanent Schatten oder ignoriert dabei Futter und Ansprache.
Hunde mit bestehenden Zwangsverhalten (Lichtjagen, Fliegenschnappen) sollten diese Übung nicht machen. Für sie gibt es bessere Beschäftigungsalternativen wie Nasenarbeit oder Apportieren.
Wie funktioniert das Training?
Schritt 1: Erzeuge mit der Taschenlampe einen kleinen, runden Schatten auf dem Boden.
Schritt 2: Bewege den Schatten langsam – etwa so schnell wie eine Schnecke. Dein Hund soll Zeit haben, zu schauen und zu schnüffeln.
Schritt 3: Belohne deinen Hund mit Leckerli oder Lob, wenn er sich dem Schatten nähert oder daran schnüffelt.
Schritt 4: Steigere die Geschwindigkeit nur minimal. Der Schatten soll nie schneller werden als ein gemütlicher Käfer.
Wie lange trainieren?
Maximum 3 Minuten pro Einheit. Bei Welpen und jungen Hunden: nur 1 Minute. Trainiere maximal jeden zweiten Tag – sonst riskierst du Fixierung auf Licht und Schatten.
Sofort aufhören bei diesen Zeichen: Der Hund wird hektisch, ignoriert Leckerli, starrt nur noch den Schatten an oder sucht nach Ende der Übung weiter nach Lichtpunkten.
Variationen für erfahrene Hunde
Ändere die Form des Schattens mit deinen Händen – Vogel, Hase oder Blume. Nutze verschiedene Untergründe wie Wiese, Kies oder Fliesen.
Alternative für problematische Hunde: Statt Schatten zu jagen, lass deinen Hund echte Gegenstände verfolgen – einen Ball, ein Seil oder sein Lieblingsspielzeug.
Sicherheit: Richte das Licht nie direkt auf die Augen deines Hundes. Die Lichtquelle sollte immer hinter dir stehen, nie vor dem Hund.
Was du brauchst
Taschenlampe oder andere Lichtquelle