Objektsuche im Wasser
Der Hund lernt, Gegenstände gezielt zu suchen und sicher aus dem Wasser zu apportieren.
Ziel: Dein Hund lernt, Gegenstände gezielt im Wasser zu suchen und sicher zu apportieren.
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten (Hund muss bereits Land-Apportieren beherrschen)
Material: Schwimmende Gegenstände (Dummy, Tennisball, Frisbee), stehendes oder langsam fließendes Gewässer
Welche Gegenstände eignen sich für die Wassersuche?
Starte mit leuchtend orangefarbenen Dummys – die sieht dein Hund auch bei Wellengang. Tennisbälle funktionieren nur in ruhigem Wasser, da sie schnell abtreiben. Holzstöcke sind tabu: Splittern beim Biss und können Verletzungen verursachen.
Gummispielzeug mit Quietscher hilft deinem Hund bei der Orientierung. Prüfe vor jeder Übung, ob der Gegenstand noch schwimmt – manche saugen sich nach mehreren Würfen mit Wasser voll.
Wie baust du das Training systematisch auf?
Woche 1-2: Wassergewöhnung
Lass deinen Hund erst ins knöcheltiefe Wasser gehen, ohne Apportieraufgabe. Wirf den Dummy nur einen Meter ins Wasser, so dass dein Hund stehen kann. Belohne bereits das Hineingehen.
Woche 3-4: Erste Schwimmversuche
Wirf jetzt so weit, dass dein Hund zwei, drei Schwimmzüge machen muss. Steht er noch unsicher im Wasser, geh mit rein – bis zur Hüfte. Die meisten Hunde schwimmen entspannter, wenn Herrchen oder Frauchen dabei sind.
Ab Woche 5: Echte Sucharbeit
Verstecke den Dummy hinter Schilfhalmen oder lass ihn etwas abtreiben. Dein Hund soll jetzt wirklich suchen, nicht nur blind schwimmen.
Wann ist dein Hund bereit für tieferes Wasser?
Dein Hund zeigt Bereitschaft, wenn er ohne Zögern ins brusttiefe Wasser geht und entspannt paddelt – Kopf über Wasser, gleichmäßige Beinbewegung. Hechelt er stark oder schwimmt er mit hoch erhobenem Kopf, ist er gestresst.
Ein sicherer Schwimmer dreht problemlos im Wasser und findet allein zum Ufer zurück. Teste das in einem abgegrenzten Bereich, bevor du in offene Gewässer gehst.
Welche Sicherheitsregeln gelten?
Gewässercheck vor jeder Übung: Keine Strömung über Schrittgeschwindigkeit. Ufer flach abfallend. Wassertemperatur über 15°C – darunter droht Unterkühlung.
Hund beobachten: Mehr als 10 Minuten im Wasser schwächt auch sportliche Hunde. Bei erstem Zittern oder schwerem Hecheln sofort raus. Ältere Hunde und solche mit Herzproblemen nie unbeaufsichtigt schwimmen lassen.
Nach dem Training: Hund trocken rubbeln und warm halten. Ohren kontrollieren – stehendes Wasser kann Entzündungen verursachen.
Tipps für schwierige Situationen
Dein Hund schwimmt zum Dummy, aber kommt ohne zurück? Geh selbst ins Wasser und hol den Gegenstand. Dann übst du erstmal wieder das Apportieren an Land. Manche Hunde verlieren im Wasser die Motivation zum Bringen.
Bei Wellengang oder Wind wirf nur in Lee-Richtung – also so, dass Wind und Wellen den Dummy zum Ufer treiben, nicht weg davon.
Häufige Fehler vermeiden
Niemals den Hund ins Wasser zwingen oder hineinwerfen. Das kann Wasserangst auslösen, die sich kaum wieder therapieren lässt. Auch nicht „nur mal schnell“ in unbekannte Gewässer – Blaualgen oder scharfe Gegenstände am Grund erkennst du nicht auf den ersten Blick.
Fortgeschrittene Variationen
Lass den Dummy eine Minute treiben, bevor dein Hund ihn holt. So übst du echte Sucharbeit. Oder wirf zwei Gegenstände und lass nur einen apportieren – das schult die Impulskontrolle.
Was du brauchst
Wassersichere Gegenstände (Dummy, schwimmende Bälle), Pool oder sicherer Gewässerzugang