Geruchsmemory
Der Hund lernt, identische Gerüche zu erkennen und von abweichenden Düften zu unterscheiden.
Ziel: Dein Hund lernt, verschiedene Gerüche zu unterscheiden und passende Düfte zusammenzuordnen.
Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe
Material: 6-8 kleine Dosen oder Gläschen, verschiedene Duftproben (siehe unten), Leckerli
Welche Düfte eignen sich für den Einstieg?
Beginne mit stark unterscheidbaren Gerüchen: Zimt und Lavendel funktionieren gut. Alternativ: getrocknete Minze und Orangenschale. Diese Kombinationen riechen so verschieden, dass dein Hund schnell Erfolg hat.
Vermeide am Anfang: Vanille und Zimt (zu ähnlich süß), verschiedene Käsesorten oder mehrere Kräuter gleichzeitig.
Wie baust du das Training auf?
Woche 1-2: Lege drei Dosen vor deinen Hund. Zwei enthalten Zimt, eine Lavendel. Zeige ihm eine vierte Dose mit Zimt als „Muster“. Belohne ihn, wenn er eine der Zimt-Dosen anzeigt.
Woche 3-4: Tausche die Positionen der Dosen zwischen den Durchgängen. Dein Hund soll lernen, dass der Geruch zählt – nicht die Position.
Ab Woche 5: Verwende ähnlichere Düfte wie Zimt und Vanille. Oder erhöhe die Anzahl auf fünf Dosen (drei mit dem Zielgeruch, zwei Ablenkung).
Wie oft solltest du trainieren?
Täglich 5-10 Minuten reichen. Mehr als 15 Durchgänge pro Session überfordern die Nase deines Hundes. Seine Geruchsrezeptoren brauchen Pausen.
Nach drei erfolgreichen Durchgängen hintereinander machst du eine Pause von mindestens zwei Stunden.
Wann ist dein Hund bereit für schwierigere Varianten?
Dein Hund hat das Grundprinzip verstanden, wenn er bei neuen Duftpaaren (die er noch nie gerochen hat) sofort das richtige Verhalten zeigt. Das dauert meist 3-4 Wochen bei täglichem Training.
Dann kannst du mit sehr ähnlichen Düften arbeiten: verschiedene Teesorten oder unterschiedliche Holzarten.
Häufige Stolperfallen beim Geruchsmemory
Du wechselst zu früh zu schwierigen Düften. Wenn dein Hund bei einfachen Kombinationen keine 80%-Erfolgsquote hat, bleibt bei diesen.
Du hilfst unbewusst mit Körpersprache. Schaue bewusst nicht auf die richtige Dose – sonst lernt dein Hund, dich zu lesen statt zu riechen.
Sicherheitshinweis: Verwende nur getrocknete Gewürze und Kräuter. Ätherische Öle können die Nasenschleimhaut reizen. Knoblauch und Zwiebeln sind für Hunde giftig.
Was du brauchst
Verschiedene Duftproben (ätherische Öle, Gewürze), kleine Behälter oder Duftsäckchen