Unter der Barriere Durch
Der Hund lernt, sich auf Kommando kontrolliert unter niedrigen Hindernissen durchzubewegen.
Ziel: Der Hund lernt, sich auf Kommando unter einer niedrigen Barriere durchzuschlängeln.
Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe
Material: Ein Besenstiel, Pool-Nudel oder verstellbare Agility-Stange. Zwei stabile Gegenstände als Halterung (Stühle, Eimer oder spezielle Standfüße).
Wie baue ich das Training schrittweise auf?
Schritt 1 – Erste Gewöhnung (10-15 cm Höhe): Platziere die Stange so niedrig, dass dein Hund fast krabbeln muss. Halte ein Leckerli direkt am Boden auf der anderen Seite und locke ihn hindurch. Sage „Durch“ genau in dem Moment, wo sein Kopf unter der Stange ist.
Schritt 2 – Kommando festigen: Belohne sofort, wenn seine Hinterpfoten die Barriere passiert haben – nicht schon beim Kopf! Wiederhole dies 5-8 Mal pro Trainingseinheit.
Schritt 3 – Höhe steigern: Erhöhe die Stange alle 2-3 erfolgreiche Trainingseinheiten um 3-5 cm. Bei einem 40 cm hohen Hund ist bei etwa 25 cm Schluss – höher wird unnatürlich.
Schritt 4 – Kommando ohne Lockmittel: Führe das „Durch“-Kommando ohne sichtbares Leckerli ein. Belohne erst nach erfolgreichem Durchkriechen.
Welche Fehler bremsen das Training?
Zu frühe Belohnung: Wenn du schon belohnst, sobald der Kopf unter der Stange ist, lernt der Hund nur „Kopf runter“ statt der kompletten Bewegung.
Zu schnelle Höhensteigerung: Sprünge von mehr als 5 cm frustrieren die meisten Hunde. Sie versuchen dann über die Barriere zu springen statt darunter durch.
Instabile Aufbauten: Wackelige Stangen erschrecken Hunde. Die Barriere muss auch bei Berührung fest stehen bleiben.
Wie variiere ich die Übung sinnvoll?
Verschiedene Materialien: Pool-Nudeln fühlen sich anders an als Holzstäbe. Trainiere mit beiden, damit dein Hund flexibel reagiert.
Verschiedene Untergründe: Auf Gras, Fliesen oder Sand – jeder Untergrund verändert die Körperhaltung minimal.
Längere Strecken: Baue zwei Barrieren hintereinander auf (Abstand: 1,5-2 Meter). Das erfordert mehr Konzentration.
Worauf muss ich bei der Sicherheit achten?
Die Barriere darf bei Berührung nicht umfallen oder wegrutschen. Schwere Standfüße oder eingeklemmte Besenstiele zwischen Stuhlbeinen sind sicherer als freistehende Konstruktionen.
Prüfe den Untergrund auf spitze Gegenstände. Beim Krabbeln ist der Bauch des Hundes besonders exponiert.
Große oder alte Hunde mit Gelenkproblemen sollten diese Übung nicht machen. Das tiefe Ducken belastet Wirbelsäule und Hüftgelenke stark.
Was du brauchst
Niedrige Barriere oder Stab, hochwertige Leckerli