Übung · Training & Erziehung

Geräuschquellen-Identifikation

⏱ 10 Min
Zeitaufwand
10 Min
Hilfsmittel
Verschiedene Geräuschquellen (Handy, kleine Musikbox, Glöckchen)
Trainingsziel

Der Hund lernt, die Quelle eines Geräusches zu identifizieren und zu lokalisieren.

Ziel: Der Hund lernt, die Quelle eines Geräusches zu identifizieren und zu lokalisieren.

Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe

Material: Smartphone/Bluetooth-Lautsprecher, Quietschspielzeug, kleine Glocke, Futternapf mit Trockenfutter, Timer/Wecker

Wie läuft die Übung ab?

Stufe 1 – Sichtbare Quellen (erste 3–5 Trainings):

  1. Verstecke ein Quietschspielzeug hinter einem Stuhl, so dass dein Hund es sehen kann.
  2. Drücke das Spielzeug zusammen, damit es quietscht.
  3. Sage „Such das Geräusch“ und zeige in die Richtung.
  4. Sobald dein Hund zum Spielzeug geht: Markerwort („Ja!“) und Leckerli.

Stufe 2 – Teilweise versteckte Quellen (ab Woche 2):

  1. Verstecke die Glocke komplett hinter einem Kissen.
  2. Lass sie 3–4 Sekunden läuten.
  3. Kommando „Such das Geräusch“ – ohne Zeigen.
  4. Belohne erst, wenn der Hund die richtige Stelle berührt oder anzeigt.

Stufe 3 – Mobile Geräusche (fortgeschritten):

  1. Spiele Hundegebell vom Smartphone ab, während du dich im Raum bewegst.
  2. Stoppe die Wiedergabe an verschiedenen Stellen.
  3. Der Hund soll zu deiner aktuellen Position kommen.
  4. Belohne mit Spiel oder höherwertigen Leckerlis (Käse, Wurst).

Welche Belohnungen funktionieren am besten?

In Stufe 1 und 2 reichen kleine Trainingsleckerlis nach jeder richtigen Anzeige. Ab Stufe 3 lohnt sich eine Jackpot-Belohnung – mehrere Leckerlis hintereinander oder 30 Sekunden Zerrspiel.

Belohne immer erst, wenn der Hund wirklich bei der Geräuschquelle angekommen ist – nicht schon auf dem Weg dorthin.

Häufige Stolpersteine vermeiden

Zu komplexer Einstieg: Viele Halter beginnen direkt mit versteckten Quellen. Das überfordert den Hund, weil er noch nicht verstanden hat, was du von ihm willst. Starte immer mit sichtbaren Quellen.

Falsches Timing: Nicht belohnen, wenn der Hund zufällig in die richtige Richtung schaut. Die Belohnung folgt nur, wenn er tatsächlich zur Quelle geht.

Zu leise Geräusche: Besonders bei älteren Hunden oder in geräuschvoller Umgebung muss das Geräusch deutlich hörbar sein.

Wie kann ich die Übung erweitern?

Verschiedene Räume: Verstecke den Timer in einem anderen Zimmer. Der Hund lernt so, auch durch Türen hindurch zu suchen.

Outdoor-Variante: Verwende eine wasserdichte Bluetooth-Box im Garten. Verstecke sie hinter Bäumen oder unter Gartenmöbeln.

Mehrere Quellen: Spiele zwei verschiedene Geräusche gleichzeitig ab. Der Hund soll eine bestimmte Quelle finden (z.B. „Such die Glocke“).

Sicherheitshinweis: Teste die Lautstärke vorher. Manche Hunde reagieren empfindlich auf hohe Töne oder plötzliche Geräusche. Bei Stressanzeichen (Hecheln, Unruhe) sofort pausieren.

Was du brauchst

Verschiedene Geräuschquellen (Handy, kleine Musikbox, Glöckchen)