Geräuschquellen-Identifikation
Der Hund lernt, die Quelle eines Geräusches zu identifizieren und zu lokalisieren.
Ziel: Der Hund lernt, die Quelle eines Geräusches zu identifizieren und zu lokalisieren.
Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe
Material: Smartphone/Bluetooth-Lautsprecher, Quietschspielzeug, kleine Glocke, Futternapf mit Trockenfutter, Timer/Wecker
Wie läuft die Übung ab?
Stufe 1 – Sichtbare Quellen (erste 3–5 Trainings):
- Verstecke ein Quietschspielzeug hinter einem Stuhl, so dass dein Hund es sehen kann.
- Drücke das Spielzeug zusammen, damit es quietscht.
- Sage „Such das Geräusch“ und zeige in die Richtung.
- Sobald dein Hund zum Spielzeug geht: Markerwort („Ja!“) und Leckerli.
Stufe 2 – Teilweise versteckte Quellen (ab Woche 2):
- Verstecke die Glocke komplett hinter einem Kissen.
- Lass sie 3–4 Sekunden läuten.
- Kommando „Such das Geräusch“ – ohne Zeigen.
- Belohne erst, wenn der Hund die richtige Stelle berührt oder anzeigt.
Stufe 3 – Mobile Geräusche (fortgeschritten):
- Spiele Hundegebell vom Smartphone ab, während du dich im Raum bewegst.
- Stoppe die Wiedergabe an verschiedenen Stellen.
- Der Hund soll zu deiner aktuellen Position kommen.
- Belohne mit Spiel oder höherwertigen Leckerlis (Käse, Wurst).
Welche Belohnungen funktionieren am besten?
In Stufe 1 und 2 reichen kleine Trainingsleckerlis nach jeder richtigen Anzeige. Ab Stufe 3 lohnt sich eine Jackpot-Belohnung – mehrere Leckerlis hintereinander oder 30 Sekunden Zerrspiel.
Belohne immer erst, wenn der Hund wirklich bei der Geräuschquelle angekommen ist – nicht schon auf dem Weg dorthin.
Häufige Stolpersteine vermeiden
Zu komplexer Einstieg: Viele Halter beginnen direkt mit versteckten Quellen. Das überfordert den Hund, weil er noch nicht verstanden hat, was du von ihm willst. Starte immer mit sichtbaren Quellen.
Falsches Timing: Nicht belohnen, wenn der Hund zufällig in die richtige Richtung schaut. Die Belohnung folgt nur, wenn er tatsächlich zur Quelle geht.
Zu leise Geräusche: Besonders bei älteren Hunden oder in geräuschvoller Umgebung muss das Geräusch deutlich hörbar sein.
Wie kann ich die Übung erweitern?
Verschiedene Räume: Verstecke den Timer in einem anderen Zimmer. Der Hund lernt so, auch durch Türen hindurch zu suchen.
Outdoor-Variante: Verwende eine wasserdichte Bluetooth-Box im Garten. Verstecke sie hinter Bäumen oder unter Gartenmöbeln.
Mehrere Quellen: Spiele zwei verschiedene Geräusche gleichzeitig ab. Der Hund soll eine bestimmte Quelle finden (z.B. „Such die Glocke“).
Sicherheitshinweis: Teste die Lautstärke vorher. Manche Hunde reagieren empfindlich auf hohe Töne oder plötzliche Geräusche. Bei Stressanzeichen (Hecheln, Unruhe) sofort pausieren.
Was du brauchst
Verschiedene Geräuschquellen (Handy, kleine Musikbox, Glöckchen)