Haltung & Alltag

Sicher durch den Advent: Weihnachtsdeko, die deinem Hund nicht schadet

4 Min Lesezeit
Sicher durch den Advent: Weihnachtsdeko, die deinem Hund nicht schadet
Inhalt
  1. Adventskränze – Traditionell schön, aber für Hunde riskant
  2. Kerzen und Teelichter – Festliche Stimmung mit Brandgefahr
  3. Der Weihnachtsbaum – Herzstück mit Tücken
  4. Geschenke, Geschenkpapier und Schleifen
  5. Kunstschnee – Für Hunde gefährlicher Winterzauber
  6. Gefüllte Weihnachtsstrümpfe

Weihnachten riecht nach Tanne, Zimt und frisch gebackenen Plätzchen. Schön. Aber wer einen Hund hat, schaut sich die festliche Einrichtung besser zweimal an – denn hinter so manchem Deko-Stück steckt ein echter Fallstrick für den Vierbeiner. Welche Dinge wirklich heikel sind und was man stattdessen machen kann, zeigt dieser Überblick.

Adventskränze – Traditionell schön, aber für Hunde riskant

Vier Kerzen, Tannenzweige, ein bisschen Zapfen und Schleife – der Adventskranz gehört einfach dazu. Das Problem: Neugierige Hunde und offene Flammen passen schlecht zusammen. Ein schnell wedelnder Schwanz, ein Sprung auf den Tisch – und schon kippt der Kranz. Dazu kommt, dass Tannennadeln (egal ob echt oder Kunststoff) gerne mal abgeknabbert oder verschluckt werden. Das kann den Magen-Darm-Trakt reizen.

Sichere Alternativen: Ein Adventskranz mit LED-Kerzen macht das offene Feuer überflüssig – und sieht inzwischen erstaunlich echt aus. Wer am klassischen Kranz hängt, hängt ihn am besten so hoch auf, dass der Hund gar nicht erst rankommt. Oder: Kränze aus Stoff oder Filz, die sind von vornherein unproblematisch.

Kerzen und Teelichter – Festliche Stimmung mit Brandgefahr

Kerzenlicht macht die Adventszeit erst richtig gemütlich. Aber brennende Kerzen sind nun mal Feuer – und Hunde wissen das nicht. Wer schon einmal erlebt hat, wie ein Hund beim Spielen den Couchtisch abräumt, weiß, wie schnell eine Kerze umfällt. Verbrennungen an Pfoten oder Schnauze passieren schneller als man denkt, und auch verschlucktes Wachs ist keine Kleinigkeit.

Sicherheitstipps: LED-Kerzen haben sich enorm weiterentwickelt – viele flackern sogar und erzeugen eine täuschend echte Atmosphäre. Wer auf echte Kerzen nicht verzichten mag, stellt sie konsequent ausser Reichweite und lässt sie nie brennen, wenn niemand im Raum ist. Klingt streng, ist aber einfach sinnvoll.

Der Weihnachtsbaum – Herzstück mit Tücken

Kein Weihnachten ohne Baum. Klar. Aber ein echter Baum bringt gleich mehrere Risiken mit: Das Wasser im Christbaumständer steht oft tagelang und kann Bakterien entwickeln – für Hunde, die gerne mal heimlich trinken, ein Problem. Tannennadeln auf dem Boden landen unweigerlich im Maul mancher Hunde und können den Verdauungstrakt reizen. Und das Harz des Baums kann Haut und Schleimhäute angreifen.

Sicherheitstipps: Den Christbaumständer abdecken oder absichern, damit der Hund nicht ans Wasser kommt. Den Hund nie unbeaufsichtigt am Baum lassen – gerade in den ersten Tagen, wenn alles noch neu und spannend ist. Wer weniger Aufwand möchte: Ein guter Kunstbaum umgeht das Nadelrisiko komplett.

Christbaumschmuck

Glänzende Kugeln, flatterndes Lametta, kleine Figuren – all das ist für Hunde schlicht unwiderstehlich. Und genau da liegt das Problem. Glaskugeln, die herunterfallen und zerbrechen, hinterlassen scharfe Scherben. Lametta ist vielleicht das tückischste Deko-Element überhaupt: Hunde verschlucken die feinen Streifen, und die können sich im Darm gefährlich verhaken. Kleine Anhänger oder Figuren wiederum sind ein Erstickungsrisiko.

Sichere Alternativen: Bruchsichere Kunststoffkugeln sind optisch kaum schlechter als Glas – und fallen sie runter, passiert nichts. Lametta lässt sich prima durch breite Stoff- oder Papiergirlanden ersetzen. Und grundsätzlich gilt: zerbrechliche oder kleine Sachen weiter oben, die unteren Äste bleiben schlicht.

Geschenke, Geschenkpapier und Schleifen

Der Stapel unter dem Baum ist verlockend – nicht nur für Menschen. Hunde schnüffeln, beissen, zerren. Geschenkpapier in Fetzen ist noch das harmloseste Ergebnis. Gefährlicher wird es, wenn Schleifen mit Draht eingearbeitet sind (können schneiden) oder wenn kleine Dekorationen verschluckt werden. Und natürlich: Was in den Paketen steckt, weiss der Hund nicht – Schokolade oder andere für Hunde giftige Sachen sind da schnell erreichbar.

Sichere Alternativen: Ungiftiges, metallfreies Papier verwenden, Drahtschleifen gegen weiche Stoff- oder Jutebänder tauschen. Geschenke grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt auf Bodenhöhe lassen. Wer den Hund beim Auspacken dabei haben möchte: ein speziell für ihn verpacktes Spielzeug oder ein sicherer Snack, den er unter Aufsicht auspacken darf – das macht echten Spass, für beide Seiten.

Kunstschnee – Für Hunde gefährlicher Winterzauber

Sprühschnee auf der Fensterbank, Streuflocken rund um den Baum – sieht wirklich hübsch aus. Aber viele dieser Produkte enthalten Chemikalien oder Kunststoffpartikel, die für Hunde nichts im Magen zu suchen haben. Hunde nehmen die Flocken auch übers Fell auf – lecken sich ab, und schon ist was drin.

Sicherheitstipps: Natürliche Alternativen wie Rohbaumwolle, Jutestoff oder weisse Papierflocken wirken ähnlich und sind unbedenklich. Wer unbedingt auf Kunstschnee-Produkte zurückgreifen möchte, sollte explizit auf die Kennzeichnung „ungiftig“ und „tierfreundlich“ achten. Noch einfacher: Winterstimmung mit Lichterketten und hellen Stoffen – funktioniert genauso gut.

Gefüllte Weihnachtsstrümpfe

Socken haben für Hunde eine eigentümliche Faszination – das kennen wohl die meisten Hundehalter. Weihnachtsstrümpfe, die am Kamin oder an der Tür hängen und obendrein nach Süssigkeiten duften, sind da eine besondere Herausforderung. Gelangen Hunde an den Inhalt, drohen Erstickungsgefahren durch Kleinteile und – schlimmer noch – eine Vergiftung durch Schokolade oder andere giftige Leckereien, die für Menschen gedacht waren.

Sicherheitstipps: Weihnachtsstrümpfe so aufhängen, dass kein Hund rankommt. Und: dem eigenen Hund einen eigenen Strumpf schenken – gefüllt mit selbst gebackenen Hundekeksen oder anderen sicheren Leckereien. Unter Aufsicht auspacken lassen. So hat auch der Hund seinen Moment unterm Weihnachtsbaum, ganz ohne Risiko.