Der Herbst verkürzt die Tage, und plötzlich liegst du mit dem Hund im Dunkeln, wo es vor Wochen noch hell war. Genau dann ist Wild unterwegs, und das ändert deine Gassi-Runde.
Warum jetzt mehr Wild über die Wege zieht
- Reh, Hirsch und Wildschwein sind vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv, genau zu deinen typischen Gassi-Zeiten.
- Die Rotwild-Brunft im Herbst treibt die Tiere zusätzlich in Bewegung, auch über Wege und Straßen.
- Nach der Zeitumstellung Ende Oktober fällt die Dunkelheit in den Berufsverkehr. Laut ADAC steigen Wildunfälle dann spürbar an.
Die gefährliche Kette: Hund, Wild, Straße
- Wittert dein Hund Wild, kann der Jagdtrieb gewinnen. Er hetzt los, oft blind über die Fahrbahn.
- Eine Flucht über eine befahrene Straße endet für Wild und Hund fast immer tödlich.
- Im Dämmerlicht sehen Autofahrer weder Wild noch deinen dunklen Hund rechtzeitig.
So sicherst du die Runde ab
- An und nahe Straßen sowie am Waldrand: Leine dran, auch wenn es kein Gesetz verlangt.
- Mach den Hund sichtbar: Leuchthalsband oder LED, dazu Reflektoren an Geschirr und Leine.
- Mach dich selbst sichtbar: helle Kleidung, Reflektorstreifen, Stirnlampe.
- Reagiert dein Hund auf Witterung, hol ihn sofort ran, statt auf den Rückruf zu hoffen.
Intensitäts-Verlauf
Anstieg ab Oktober, Spitze nach der Zeitumstellung Ende Oktober, wenn Abenddämmerung und Feierabendverkehr zusammenfallen. Wild ist morgens und abends am aktivsten; die Rotwild-Brunft treibt die Tiere zusätzlich auf die Wege.
Quellen
- ADAC, Zeitumstellung und erhöhte Gefahr von Wildunfällen, Häufung in der Dämmerung im Feierabendverkehr
- Goslar-Institut und Landesjagdverband, Wildwechsel in der Dämmerung, Rotwild-Brunft im Herbst, September bis November kritisch
- VIER PFOTEN, wenn der Hund jagt, jagender Hund gefährdet sich auf der Straße, freiwilliges Anleinen empfohlen