Dein Hund schnappt nach einer Wespe, jault auf, leckt an der Pfote. Meist ist das halb so wild, aber du musst wissen, wann es kippt.
Lokaler Stich oder allergische Reaktion
- Lokal und meist harmlos: Schmerz an der Stichstelle, der Hund quietscht oder leckt die Pfote, dazu eine begrenzte rote Schwellung.
- Allergisch und ernst: großflächige Schwellung weit weg vom Stich, Quaddeln am ganzen Körper, aufgedunsener Kopf.
- Anaphylaktischer Schock, lebensbedrohlich: Erbrechen kurz nach dem Stich, Zittern, Schwäche, blasse oder bläuliche Schleimhäute, Kollaps. Das kann binnen Minuten passieren.
Der gefährlichste Ort: Maul und Rachen
- Verschluckt dein Hund eine Wespe, kann ein Stich im Maul oder Hals die Atemwege zuschwellen lassen.
- Warnzeichen sind Würgen, starkes Sabbern, auffälliges Schlucken, Unruhe und Atemnot.
- Das ist immer ein Notfall. Fahr sofort zur Tierarztpraxis und ruf unterwegs an.
Erste Hilfe bei einem normalen Stich
- Bienenstachel mit dem Fingernagel oder einer Karte seitlich auskratzen, nicht mit der Pinzette quetschen, sonst presst du mehr Gift aus dem Giftsack.
- Wespen verlieren keinen Stachel und können mehrfach stechen.
- Stelle kühlen, deinen Hund beruhigen und beobachten.
- Beim kleinsten Zeichen einer allgemeinen Reaktion zum Tierarzt.
Intensitäts-Verlauf
Bienen sind ab dem Frühsommer aktiv, das Risiko steigt mit der Wärme. Wespen erreichen ihren Höhepunkt im Spätsommer von August bis September, wenn die Völker groß sind.
Quellen
- Das Gesunde Tier, Wespen- und Bienenstich beim Hund, von der Lokalreaktion bis zur Anaphylaxie
- VCA Animal Hospitals, Anaphylaxis in Dogs, Histaminfreisetzung, Schockzeichen, Notfallbehandlung
- Fressnapf Magazin, Insektenstich mit Maul- und Rachen-Notfall, Stachel auskratzen statt quetschen