Knaller, Lichtblitze, Feuerwerksgeruch: Für viele Hunde ist die Silvesternacht ein einziger Fluchtreflex. Geräuschangst gilt als eine der häufigsten Angststörungen beim Hund.
Warum Böller Hunde so treffen
Hunde hören weit höher und feiner als wir. Ein Böller trifft sie also härter. In Panik reißen sie sich los, verletzen sich oder geraten in den Verkehr. Rund um den Jahreswechsel werden besonders viele Tiere als vermisst gemeldet, oft schon durch einzelne Knaller an den Tagen vor Silvester.
Vorbereitung statt Beruhigungsmittel
Schrittweises Geräuschtraining außerhalb der Saison hilft langfristig am meisten. Hat dein Hund starke Angst, geh Wochen vorher zur Tierarztpraxis. Beruhigungsmittel gehören in tierärztliche Hand. Nichts auf eigene Faust geben, manche Mittel machen die Angst schlimmer.
Der Silvesterabend
- Schon vor der Dämmerung Gassi gehen, den Hund dabei sicher anleinen.
- Den Hund nicht allein lassen. Ruhigen, abgedunkelten Rückzugsort anbieten, Rollläden zu, leise Musik.
- Ruhig bleiben, nicht bedrängen. Chip und Registrierung aktuell halten.
Intensitäts-Verlauf
Erste Belastung durch einzelne Knaller schon in den Tagen vor Silvester. Höhepunkt in der Silvesternacht, danach Abklingen, einzelne Knaller noch bis in den Januar.
Quellen
- Akademie für Tiernaturheilkunde und Zentrum für Kleintiermedizin, Geräuschangst beim Hund
- zooplus und felmo, Hund und Feuerwerk (Sileo, keine Selbstmedikation)
- findefix und PETA, Tierschutz an Silvester