Frühling in den Bergen heißt Tauwetter. Was ruhig aussieht, ist oft eine Falle für deinen Hund.
Warum Schmelzwasser so gefährlich ist
- Das Wasser kommt frisch aus Schnee und Eis. Es ist eiskalt, oft nur wenige Grad.
- Pegel steigen rasant. In Wildbächen kann der Abfluss binnen einer Stunde stark ansteigen.
- Die Strömung ist stärker als sie wirkt. Schon knietiefes Wasser reißt mit.
- Bäche tragen Geröll, Äste und Lawinenreste mit sich.
Die Gefahr für deinen Hund
- Springt dein Hund rein, kann ihn die Strömung sofort mitreißen.
- Im eiskalten Wasser kühlt er schnell aus. Zittern, Schwäche und langsamer Puls sind erste Zeichen.
- Sinkt seine Körpertemperatur unter 37 Grad, droht eine Unterkühlung.
- Ufer sind im Frühjahr oft glitschig, unterspült und brechen leicht weg.
So schützt du ihn
- Führe deinen Hund an Wildbächen und Hochwasser führenden Flüssen an der Leine.
- Lass ihn nicht ins reißende Wasser, auch nicht zum Trinken oder Abkühlen.
- Bleib weg von steilen, rutschigen Uferkanten.
- Suche flache, ruhige Stellen, wenn dein Hund ans Wasser darf.
Intensitäts-Verlauf
Nachmittags und nach warmen Tagen führen Bäche am meisten Wasser. Der Höhepunkt liegt zwischen Mitte März und Anfang Juni, je nach Höhenlage.
Quellen
- LfU Bayern (Landesamt für Umwelt), Gefahren im Alpenraum, Wildbach-Abfluss steigt binnen einer Stunde
- DLRG und Wasserwacht Bayern, Schmelzwasser lässt Bäche zu reißenden Strömen anschwellen, knietiefe Strömung reißt mit
- AGILA Tiergesundheit, Unterkühlung beim Hund, normale Temperatur 38 bis 39 Grad, unter 37 Grad kritisch