Schneckenkorn schützt Beete, für Hunde ist es eine Falle. Der Wirkstoff Metaldehyd ist hochgiftig: Die tödliche Dosis liegt bei 100 bis 300 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Ein Teelöffel kann einem kleinen Hund das Leben kosten.
Was Metaldehyd im Körper anrichtet
Metaldehyd reizt die Nerven und löst heftiges Zittern und Krämpfe aus. Die unkontrollierte Muskelaktivität treibt die Körpertemperatur auf lebensbedrohliche Werte. Die ersten Anzeichen zeigen sich oft innerhalb von 30 Minuten:
- Zittern, Muskelkrämpfe, Unruhe
- schneller Herzschlag, Hecheln, Überhitzung
- Erbrechen, Speicheln, Krampfanfälle
Ein Gegenmittel gibt es nicht. Jede Minute zählt, sofort in die Tierarztpraxis.
Im Garten und unterwegs
- Kein Metaldehyd verwenden, stattdessen Präparate mit Eisen-III-Phosphat.
- In fremden Gärten und an Beeträndern aufmerksam bleiben.
- Bei Verdacht sofort handeln, nicht auf Symptome warten.
Intensitäts-Verlauf
Erste Gefährdung im Frühjahr mit der Gartensaison ab März. Hauptbelastung in feuchten Phasen über den Sommer, zweiter Anstieg im Herbst.
Quellen
- Tierärztliche Giftinformation (Clinitox / fellomed), Metaldehyd
- Verbraucherzentrale, Schneckenkorn und Haustiere
- Bundesverband für Tiergesundheit, Gefahren im Garten