Im Tessin und in den Südalpen gibt es eine Raupe, die für Hunde brandgefährlich ist: den Pinienprozessionsspinner. Die wärmeliebende Art breitet sich weiter nach Norden aus.
Die Gefahr der Brennhaare
Die Raupen tragen tausende winzige Brennhaare mit einem Nesselgift. Schon der Kontakt über Wind, Boden oder ein Gespinst-Nest reizt stark. Beschnüffelt oder beleckt der Hund eine Raupe, schwillt seine Zunge an, das Gewebe kann sogar absterben. Das ist ein tierärztlicher Notfall, ganz ähnlich wie beim Eichenprozessionsspinner.
Anzeichen und erste Hilfe
- Erstes Zeichen ist plötzlicher, starker Speichelfluss, oft mit Erbrechen.
- Dann schwillt die Zunge an und verfärbt sich, der Hund reibt sich das Maul.
- Spül das Maul sofort mit viel Wasser aus, ohne zu reiben, und fahr ohne Umweg zum Tierarzt.
Im Süden aufpassen
Meide Pinien und Kiefern mit den auffälligen weißen Gespinst-Nestern und vor allem die Raupen-Prozessionen am Boden. In der Raupenzeit den Hund anleinen und nicht schnüffeln lassen.
Intensitäts-Verlauf
Die weißen Nester sind von Dezember bis Februar sichtbar. Die größte Gefahr besteht von Ende Februar bis April, wenn die Raupen in Prozessionen zu Boden ziehen.
Quellen
- natur-schmetterlinge.ch und insects.ch, Verbreitung Thaumetopoea pityocampa im Tessin
- Ticino Animal Hospital, Prozessionsspinner als Notfall
- 8zampeontheroad.ch, Prozessionszeit und Gespinst-Nester