Eine Winterwanderung im Gebirge mit Hund verlangt doppelte Rücksicht: auf die eigene Sicherheit und auf das Wild in seiner härtesten Zeit.
Lawinengefahr abseits der Wege
Lawinenunfälle passieren fast immer im freien Gelände abseits gesicherter Pisten und Pfade, und über neun von zehn Lawinen werden von den Verunfallten selbst ausgelöst. Wer mit Hund auf Skitour oder Schneeschuhtour geht, setzt sich und das Tier dieser Gefahr aus. Prüf vorher den Lawinenlagebericht und bleib auf markierten Wegen.
Wild am Energie-Limit
Reh, Hirsch und Gämse drosseln im Winter ihre Bewegung, um Energie zu sparen. Werden sie von einem freilaufenden Hund aufgescheucht, verbrauchen sie lebenswichtige Reserven, im schlimmsten Fall verhungern sie. Deshalb gibt es ausgewiesene Wildruhezonen. In der Schweiz sind sie rechtsverbindlich, meist von Mitte Dezember bis in den April, oft mit Leinenpflicht. In Österreich drohen in Wildschutzgebieten empfindliche Bußen.
Rücksicht und Sicherheit
- Den Hund im winterlichen Gebirge anleinen.
- Wildruhezonen respektieren und auf markierten Wegen bleiben.
- Den Lawinenlagebericht beachten, kein Wild hetzen lassen.
Intensitäts-Verlauf
Beginn mit der Schneelage im Dezember. Höchste Relevanz in den schneereichen Monaten Januar bis März, Wildruhezonen in der Schweiz oft bis Mitte April.
Quellen
- SLF und WSL, Lawinengefahr auf Schneeschuhtouren
- Umweltberatung Luzern, Wildruhezonen und Wintersport
- Alpenverein, Rückzugsräume für Wildtiere im Winter