Trockenes Laub ist für die meisten Hunde ein Spielplatz, kein Gefahrenherd. Heikel wird erst, was sich darunter und in nassen Haufen verbirgt.
Schimmel in nassem Laub und Kompost
- Feuchtes, verrottendes Laub und Komposthaufen sind ein Nährboden für Schimmelpilze.
- Manche bilden Mykotoxine, Pilzgifte, die das Nervensystem treffen.
- Speichelfluss, Zittern, Torkeln oder Krämpfe können schon nach Minuten auftreten.
- Mit zügiger tierärztlicher Behandlung ist die Prognose meist gut. Trotzdem: kein Fressen aus modrigen Haufen.
Versteckt unter den Blättern
- Eicheln enthalten Gerbsäure, bei einem mittelgroßen Hund können schon fünf bis zehn Stück Probleme machen.
- Auch grüne Walnussschalen tragen oft Schimmelpilze, die aufs Nervensystem gehen.
- In Stadtparks liegen unter Laub gern Scherben oder scharfkantiger Müll, Schnittgefahr für die Pfoten.
- Ausgelegte Giftköder bleiben unsichtbar. In bekannten Köder-Gebieten anleinen.
So bleibt der Herbst entspannt
- Türm trockenes Laub zum Schnüffeln und Suchen auf, versteck ein Spielzeug statt Leckerli.
- Nasse, modrige Haufen und Kompost meiden.
- Pfoten nach dem Spaziergang auf Fremdkörper und kleine Schnitte absuchen.
Intensitäts-Verlauf
Hauptlaubfall von Oktober bis Mitte November. Danach sammelt sich nasses Falllaub in Haufen und Senken, und mit der Feuchte steigt das Schimmelrisiko.
Quellen
- Vetline und Kleintierpraxis (Fritz et al.), tremorgene Mykotoxine bei Hunden nach verschimmelten Walnüssen, neurologische Symptome
- VETgirl Veterinär-Weiterbildung, Mykotoxin-Aufnahme nach Kompost, Symptombeginn binnen Minuten, gute Prognose bei Therapie
- zooplus Magazin und Landtiere.de, Herbstgefahren, Eicheln-Gerbsäure, versteckte Scherben und Köder, trockenes Laub als sichere Alternative