Starkregen und Hochwasser verändern vertraute Wege in kurzer Zeit. Aus einem harmlosen Bach wird ein reißender Strom, und das Wasser bringt eine unsichtbare Gefahr mit.
Reißendes Wasser
Nach heftigem Regen führen Flüsse und Bäche viel mehr und schneller fließendes Wasser. Ein Hund kann mitgerissen werden, dazu treibt Müll und scharfes Treibgut mit. Der Tierschutzbund rät, bei Hochwasser deutlich Abstand zu Ufern zu halten.
Leptospirose aus der Pfütze
Leptospirose ist eine bakterielle Erkrankung, die meist über den Urin von Nagetieren ins Wasser gelangt. Die Erreger überleben besonders gut in langsam fließenden Gewässern, Tümpeln und Pfützen, bei Wärme über Wochen. Die Krankheit ist auf den Menschen übertragbar. Anzeichen beim Hund:
- Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen
- Gelbsucht, geschädigte Nieren und Leber
- schwere Verläufe können tödlich enden
So schützt du deinen Hund
- Bei Hochwasser und nach Starkregen Abstand zu Flüssen und Ufern halten.
- Nicht in trübem oder stehendem Wasser schwimmen oder daraus trinken lassen.
- Die Leptospirose-Impfung gehört zum gängigen Schutz des Hundes und verringert, dass er die Erreger überhaupt ausscheidet.
Intensitäts-Verlauf
Erhöhtes Risiko mit der Schneeschmelze im Frühjahr und vor allem mit den Gewittern und Starkregen im Sommer. Leptospirose häuft sich in den warmen, feuchten Monaten bis in den Frühherbst.
Quellen
- Robert Koch-Institut, RKI-Ratgeber Leptospirose (Zoonose)
- Bundesverband für Tiergesundheit, Leptospirose beim Hund
- Deutscher Tierschutzbund, Verhalten bei Hochwasser