Im Frühsommer beginnt die Heuernte, und die Wiesen verändern sich fast über Nacht.
Warum frische Stoppeln gefährlich sind
- Kreiselmäher hinterlassen kurze, scharfe Halme, die wie kleine Klingen wirken.
- Diese Stoppeln schneiden in die weichen Pfotenballen und zwischen die Zehen.
- Tiefe Schnitte am Ballen müssen oft beim Tierarzt genäht oder geklammert werden.
- Auf der frisch gemähten Sommerwiese setzen sich zusätzlich Grannen und Trockengras fest.
Maschinen und Mähtod
- Laufende Mähwerke und Ballenpressen sind für Hunde lebensgefährlich.
- Auch Wildtiere sind betroffen: Rund 100.000 Rehkitze sterben jährlich durch landwirtschaftliche Maschinen.
- Junge Tiere fliehen nicht, sie drücken sich bei Gefahr tiefer in den Boden.
- Ein Hund, der bodennah ruhende Tiere aufstöbert, stört die Wildrettung der Landwirte.
So bleibst du auf der sicheren Seite
- Bewirtschaftete Wiesen sind Eigentum und Futterfläche, kein Auslaufgebiet.
- Bleib in der Mähzeit auf den Wegen und halte Abstand zu Maschinen.
- Leine an, sobald du ein Mähwerk hörst oder siehst.
- Prüfe nach dem Spaziergang Ballen und Zehenzwischenräume auf Schnitte und Grannen.
Intensitäts-Verlauf
Der erste Schnitt fällt auf Anfang Mai, danach folgen vier bis fünf weitere bis in den Spätsommer. Die heißeste Phase liegt im Frühsommer.
Quellen
- Deutsche Wildtier Stiftung, Mähtod, rund 100.000 Rehkitze sterben jährlich durch Mähwerke, Erstschnitt ab Anfang Mai
- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Mäh-Knigge, Schnitthöhe und späterer Erstschnitt schützen Bodentiere
- Wolf's Best und Tierarztpraxis Küsnacht, Ballenschnitte durch scharfe Stoppeln, tiefe Wunden tierarztpflichtig