Auf bewirtschafteten Almen triffst du im Sommer immer öfter auf Herdenschutzhunde, die Schafe und Ziegen vor dem Wolf bewachen.
Warum dein Hund das Problem ist
- Herdenschutzhunde leben in der Herde und verteidigen sie selbstständig, oft ohne Hirten.
- Einen fremden Hund werten sie als Bedrohung. Das löst ein starkes Abwehrverhalten aus.
- Rassen wie Maremmano-Abruzzese, Pyrenäenberghund oder Kangal sind groß und durchsetzungsstark.
- Verbreitet sind sie in der Schweiz, in Tirol und Südtirol auf abgelegenen Alpweiden.
So verhältst du dich richtig
- Plane die Route vorab. In der Schweiz zeigt herdenschutzschweiz.ch die Einsatzorte.
- Halte großen Abstand zur Herde und umgehe sie weiträumig.
- Bleib ruhig. Steh still und gib dem Hund Zeit, die Lage einzuschätzen.
- Bedränge die Herde nicht und fuchtle nicht mit Stöcken.
Dein Hund in der Begegnung
- Führe ihn je nach Wesen kurz angeleint oder eng bei Fuß.
- Wird dein angeleinter Hund ernsthaft attackiert, lass die Leine los.
- So kann er natürlich ausweichen und sich der Auseinandersetzung entziehen.
- Im Zweifel kehrst du um und wählst eine andere Route.
Intensitäts-Verlauf
Die Hunde sind während der ganzen Alpsaison von Juni bis September bei den Herden. Das Risiko einer Begegnung steigt mit der Wanderhochsaison im Hochsommer.
Quellen
- Herdenschutz Schweiz, protectiondestroupeaux.ch (AGRIDEA), Verhaltensempfehlungen, Leine loslassen bei Angriff, Einsatzkarte
- Schweizer Alpen-Club SAC, Hunde im Schafspelz, korrektes Wanderverhalten bei Herdenschutzhunden
- Land Tirol und LIFEstockProtect, Herdenschutzhunde auf Almen in Tirol und Südtirol