Eis und gefrorene Wege sind glatt, und dein Hund hat darauf wenig Halt. Ein Wegrutschen oder hektisches Umknicken kann den Bewegungsapparat verletzen.
Welche Verletzungen drohen
- Zerrungen und Muskelfaserrisse durch plötzliches Wegrutschen.
- Bänderverletzungen am Knie, bis hin zum Riss des vorderen Kreuzbands. Das zählt zu den häufigsten Schäden am Bewegungsapparat des Hundes.
- Gelenkverletzungen, wenn das Bein beim Toben oder Abstoppen verdreht.
- Auch du selbst kannst stürzen, wenn dein Hund an der Leine ruckartig wegzieht.
Welche Hunde besonders gefährdet sind
- Ältere Hunde, deren Bänder mit den Jahren spröder werden.
- Hunde mit Arthrose. Die chronische Gelenkentzündung schwächt den Bandapparat zusätzlich.
- Übergewichtige Hunde, weil mehr Last auf den Gelenken liegt.
- Junge, übermütige Hunde, die auf Eis voll durchstarten.
So beugst du vor
- Bei Glätte die Leine kurz halten und ruhig, langsam gehen.
- Kein wildes Toben, kein Ballspiel auf vereistem Untergrund.
- Gefrorene Seen und Teiche meiden. Das Eis kann zu dünn sein.
- Hinkt dein Hund nach einem Sturz oder schont er ein Bein, lass das zeitnah vom Tierarzt abklären. Ein unbehandelter Kreuzbandriss kann zu Arthrose führen.
Intensitäts-Verlauf
Am gefährlichsten sind klare Frostnächte mit überfrierender Nässe am frühen Morgen und der Wechsel zu Tauwetter, wenn nasse Wege über Nacht zur Eisfläche werden. Schattige Stellen bleiben oft den ganzen Tag glatt.
Quellen
- Fressnapf, AGILA und Tierklinik Rostock, Kreuzbandriss beim Hund, Ausrutschen auf Glatteis als typische Ursache
- Petolo und seniorenpfoten.de, Kreuzbandriss bei alten Hunden, Arthrose schwächt den Bandapparat
- VIER PFOTEN, Winter mit Hund, bei Glätte Tempo drosseln, Leine kürzer, gefrorene Gewässer meiden