Der Herbst lockt mit Waldspaziergängen. Doch am Boden lauert eine stille Gefahr.
Welche Pilze gefährlich sind
- Der Grüne Knollenblätterpilz ist der gefährlichste. Seine Amatoxine zerstören Leberzellen.
- Er verursacht die häufigste tödlich verlaufende Pilzvergiftung beim Hund. Schon kleine Mengen reichen.
- Pantherpilz und Fliegenpilz wirken anders. Ihre Gifte greifen das Nervensystem an.
- Typisch dafür sind Speichelfluss, Muskelzittern, Taumeln und später tiefer Schlaf.
Die trügerische Falle
- Beim Knollenblätterpilz kommen die Symptome spät, oft erst 6 bis 24 Stunden nach dem Fressen.
- Es beginnt mit Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.
- Dann scheint es deinem Hund besser zu gehen. Diese Pause täuscht.
- Im Hintergrund versagt die Leber. Diese scheinbare Besserung hat schon vielen Hunden das Leben gekostet.
So handelst du richtig
- Halte deinen Hund in pilzreichen Wäldern an der Leine und lass ihn nichts schnappen.
- Hast du ihn beim Fressen erwischt, fahr sofort in die Tierarztpraxis, auch wenn er munter wirkt.
- Warte nicht auf Symptome. Bei diesen Giften ist früh viel besser als spät.
- Nimm Reste des Pilzes oder Erbrochenes in einer Papiertüte mit. Löse niemals selbst Erbrechen aus.
Intensitäts-Verlauf
Die Pilzsaison läuft von Spätsommer bis in den November. Nach feucht-warmen Tagen schießen die Fruchtkörper innerhalb von Stunden aus dem Boden.
Quellen
- Thieme Tiermedizin, Pilzintoxikationen bei Hunden (Amatoxine, Latenz 6 bis 24 Stunden, scheinbare Besserung)
- CliniTox, vetpharm.uzh.ch (Universität Zürich), Pantherpilz, neurotoxische Wirkung
- TierWelt.ch und FirstVet, Verlauf Knollenblätterpilz, sofort Tierarzt auch ohne Symptome