Viele beliebte Garten- und Heckenpflanzen sind für deinen Hund giftig, manche sogar lebensbedrohlich.
Eibe: die größte Gefahr
- Fast alle Teile der Eibe (Taxus) enthalten Taxin, ein Nervengift, das die Reizleitung im Herzen blockiert.
- Schon kleine Mengen reichen. Als tödliche Dosis gelten etwa 2,3 Gramm Nadeln pro Kilogramm Körpergewicht, bei einem 13-Kilo-Hund also nur rund 30 Gramm.
- Es gibt kein spezifisches Gegenmittel. Die Behandlung kann nur Herz und Atmung stützen, darum zählt jede Minute.
- Anzeichen sind Speichelfluss, Zittern, Taumeln, Krämpfe, Erbrechen und Kreislaufversagen.
Weitere giftige Pflanzen
- Oleander enthält herzwirksame Glykoside, die den Herzrhythmus stören.
- Goldregen und Engelstrompete sind hochgiftig, vor allem Samen und Blätter.
- Kirschlorbeer setzt im Körper Blausäure frei, Buchsbaum reizt Magen und Darm stark.
- Rhododendron und Azalee verursachen Erbrechen, Durchfall und Zittern, Thuja reizt Maul und Magen.
Was du tun kannst
- Beobachte deinen Hund an Hecke und Pflanzkübeln, knabbern ist tabu.
- Räume Heckenschnitt, abgefallene Nadeln, Blätter und Samen weg.
- Hast du den Verdacht, dass dein Hund gefressen hat, sofort zum Tierarzt oder Tiergiftnotruf.
- Nimm einen Rest der Pflanze oder ein Foto mit, das hilft bei der Behandlung.
Intensitäts-Verlauf
Das Risiko steigt mit der Gartensaison von Frühling bis Spätsommer, wenn Hecken geschnitten werden und frische Triebe, Blüten und Samen erreichbar sind.
Quellen
- CliniTox Pflanzengiftdatenbank, vetpharm.uzh.ch (Universität Zürich), Taxus baccata, Taxin herz- und nervenwirksam, kein spezifisches Antidot
- AGILA Giftlexikon, Eibe, tödliche Dosis rund 2,3 Gramm Nadeln pro Kilogramm Körpergewicht
- VIER PFOTEN, gefährliche Pflanzen, Oleander mit herzwirksamen Glykosiden, Kirschlorbeer mit Blausäure, Buchsbaum und Rhododendron